Biathlon-EM: Starker Abschluss der deutschen Athleten: Reiche Medaillenbeute dank Stitzl, Bretschneider und Wilhelm
zuletzt aktualisiert: 30.01.2000Zakopane (sid). Die deutschen Biathleten haben zum Abschluss der Europameisterschaften in Zakopane noch einmal reiche Medaillenbeute gemacht. Andreas Stitzl vom SC Bergen gewann überraschend den Titel im Sprint und holte im Jagdrennen Bronze, der Altenberger Gunar Bretschneider wurde Zweiter. Kati Wilhelm aus Zella-Mehlis hatte auf der kurzen Distanz eine weitere Bronzemedaille gewonnen. Insgesamt heimsten die deutschen Skijäger zwei Gold-, zwei Silber- und vier Bronzemedaillen ein.
Stitzl setzte sich über 10 km in Abwesenheit eines Großteils der Topathleten in 30:00,3 Minuten ohne Schießfehler mit 10,8 Sekunden Vorsprung auf den ebenfalls fehlerfreien Tschechen Ivan Masarik durch. Rang drei belegte der Lette Olegs Maluhins (30:12,4 Minuten/null Schießfehler), Bretschneider kam auf Platz sechs (30:24,4/1).
In der 12,5-km-Jagd verhinderte der Pole Tomasz Sikora einen deutschen Doppelsieg, er verwies in 32:25,0 Minuten bei zwei Strafrunden Bretschneider (26,6 Sekunden zurück/drei Strafrunden) und Stitzl (46,4/5) auf die Ränge zwei und drei. Der für die WM als Ersatzmann vorgesehene Jan Wüstenfeld (Bad Berleburg) konnte wegen einer Grippe nicht an den Start gehen.
Wilhelm war über 7,5 km in 23:26,9 Minuten bei einer Strafrunde nur 12,1 Sekunden langsamer als die siegreiche Polin Magdalena Gwizdon (23:14,8 Minuten/zwei Strafrunden). Zweite wurde Magdalena Grzywa (Polen/23:23,4/1). Peggy Wagenführ aus Altenberg (23:57,2/0) kam als Achte ins Ziel, in der 10-km-Jagd verpasste sie als Vierte beim Sieg von Grzywa den Bronze-Rang um 41,1 Sekunden.
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