Veranstalter sollen sparen: Rogge will kleinere Olympia-Stadien
zuletzt aktualisiert: 07.08.2001 - 10:04Colorado Springs (rpo). Die Veranstalter der kommenden Olympischen Spiele sollen nach Meinung von IOC-Präsident Jacques Rogge sparen. "Es gibt ein Bestreben, die Kosten der Spiele zu verringen, allerdings nicht im sportlichen Bereich, sondern in Sachen Technologie und Sitzplatzkapazitäten der Austragungsstätten", erklärte der Belgier.
Das Motto "je größer desto besser" soll bei Olympischen Spielen nicht mehr uneingeschränkt gelten. Die Organisatoren würden unter Druck Stadien bauen, die während der Spiele zwar gut gefüllt, für die Zeit danach aber viel zu groß seien. "Wir müssen die Städte vor dem schützen, was sie tun", meinte Rogge: "Sydney zum Beispiel baute gegen den Rat des IOC ein Stadion mit 125.000 Sitzplätzen, und jetzt haben sie finanzielle Probleme." Ein Stadion mit 80.000 Zuschauern müsse für Olympische Spiele völlig ausreichen.
Im Hinblick auf die Winterspiele 2002 in Salt Lake City zeigte sich Rogge bei einem Besuch des Olympischen Komitees der USA zuversichtlich: "Ich bin in keinster Weise besorgt. Alle Informationen, die ich erhalten habe, deuten darauf hin, dass die Organisation exzellent sein wird." Den Organisatoren der Sommerspiele 2004 in Athen drohte der IOC-Präsident dagegen eine härtere Linie an: "Neue Fristen sind möglich und realistisch."
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