Nach den vielen Absagen hat der BDR Probleme: Rumpfteam im WM-Straßenrennen
zuletzt aktualisiert: 13.10.2000 - 16:54Plouay (sid). Mit einem Rumpfteam muss der Bund Deutscher Radfahrer (BDR) am Sonntag das Straßenrennen bei den Weltmeisterschaften im französischen Plouay bestreiten. Nach den Ausfällen von Olympiasieger Jan Ullrich (Sturzverletzung), Weltcup-Spitzenreiter Erik Zabel (Erkältung) und dem Olympiadritten Andreas Klöden (Erkältung) kann der BDR sein volles Kontingent von zwölf Fahrern nicht mehr ausschöpfen. "Wir werden nur zehn Fahrer an den Start bringen, das ist alles, was wir noch haben", erklärte BDR-Vizepräsident Olaf Ludwig.
Die Hoffnungen ruhen damit unter anderem auf Jens Voigt (Berlin), Grischa Niermann (Hildesheim) und Ralf Grabsch (Hürth), denen Ludwig zutraut, in einer Ausreißergruppe dabei zu sein. "Unsere Siegchancen sind eher gering, aber vielleicht gibt es ja noch eine Überraschung", meint Ludwig. Telekom-Fahrer Grabsch will jedenfalls seine Chance suchen: "Die mittelschwere Strecke und das Wetter liegen mir, außerdem fühle ich mich gut in Form. Ich werde sicher mal was versuchen."
Neben Grabsch sind die Telekom-Fahrer Rolf Aldag (Ahlen), Kai Hundertmarck (Kelsterbach), Matthias Kessler (Nürnberg) und Jan Schaffrath (Berlin) am Start. Dazu kommen Voigt, Niermann und Jörg Ludewig (Steinhagen) als deutsche Legionäre in ausländischen GS-I-Teams sowie Tobias Steinhauser (Gerolsteiner) und Bert Dietz (Nürnberger) von deutschen GS-II-Rennställen.
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