Positive Probe in Innsbruck: Russe Wassiliew unter Dopingverdacht
zuletzt aktualisiert: 02.02.2001 - 19:50Willingen/Moskau (dpa). Der russische Skispringer Dmitri Wassiliew steht unter Dopingverdacht. Der Gesamtzehnte des Weltcups soll nach seinem dritten Platz beim Weltcup-Springen am 4. Januar Innsbruck der Einnahme von Diuretica (verbotene Harn treibende Mittel) überführt worden sein. Das berichtete die russische Nachrichtenagentur ITAR-TASS am Freitag. Wassiliew ist bei den derzeit laufenden Weltcup-Springen in Willingen nicht am Start. Der russische Trainer hatte dies gegenüber dem Internationalen Ski-Verband (FIS) mit Visaproblemen begründet.
Der Präsident des russischen Ski-Verbandes, Wladimir Slawski, bestätigte gegenüber ITAR-TASS, dass er bereits am Montag über das positive Ergebnis der A-Probe informiert worden sei. Gleichzeitig kündigte er aber auch einen Protest an. Slawski betrachtet die ganze Situation als Missverständnis, weil Doping im Skispringen vollkommen sinnlos sei. Wassiljew habe laut Slawski einfach Arzneien verwechselt und somit eher eine Dummheit, als einen Vorstoß gegen das FIS-Reglement begangen.
Diuretica-Mittel dienen sowohl der schnellen Gewichtsreduzierung als auch der Verschleierung von Anabolika. Sollte auch die B-Probe positiv sein, droht Wassiliew eine zweijährige Sperre. Es wäre der erste nachgewiesene Dopingfall überhaupt im Skispringen. Hans-Georg Aschenbach, Weltmeister 1974 und Olympiasieger 1976 für die DRR, hatte Anabolika-Konsum zugegeben, war aber nie positiv getestet worden.
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