Tennis in Wimbledon - Anke Huber in Runde zwei: Sampras eröffnet Rekordjagd - Hingis stolpert in Runde eins
zuletzt aktualisiert: 25.06.2001 - 21:31London (rpo). Der "verirrte" Pete Sampras hat seine Rekordjagd im Tennis-Mekka Wimbledon mit einem Dreisatzsieg eröffnet - Anke Huber hat dem 15 Tennisprofis starken deutschen Aufgebot derweil den Weg in Runde zwei gezeigt. Sensationell ausgeschieden ist dagegen Martina Hingis, die auf eine Rückenverletzung hinwies und mit 4:6, 2:6 gegen die Spanierin Virginia Ruano Pascual unterging.
Als sich Anke Hubers Kollegen Nicolas Kiefer und Thomas Haas auf den Trainingscourts an der Church Road den letzten Schliff für ihre Auftritte am Dienstag holten, bewältigte die langsam wieder in die Erfolgsspur findende Karlsdorferin ihre erste Prüfung mit Bravour. Nächste Herausforderin nach dem 6:3, 6:2-Sieg gegen Evie Dominikovic aus Australien ist die Heidelbergerin Marlene Weingärtner, die sich mit 3:6, 7:6 (7:5), 6:4 gegen die Britin Julie Pullin behauptete.
Der siebenfache Champion Pete Sampras verlor bei seinem 6:4, 7:6 (7:5), 6:4-Auftaktsieg gegen den Spanier Francisco Clavet nur einmal das Ziel aus den Augen, als er zu Beginn des zweiten Satzes auf der falschen Seite Stellung bezog. Doch selbst für seinen Irrweg wurde der erfolgreichste Tennisspieler aller Zeiten aus den USA von den 13 806 Zuschauern auf dem vollbesetzten Center Court gefeiert.
Mit einigen hundert Besuchern mussten sich Barbara Rittner, Bianka Lamade und David Prinosil begnügen. Als Erste betrieb die 28-jährige Barbara Rittner Wiedergutmachung für die desolaten Vorstellungen in Roland Garros. Unter dem 6:3, 6:4 der Leverkusenerin musste allerdings ihre Clubkameradin Andrea Glass aus Benrath leiden. Ausgeschieden sind auch Paris-Überraschung Lars Burgsmüller aus Essen, sowie der Oberhausener Jens Knippschild und die Qualifikantin Miriam Schnitzer aus Bocholt. Von den neun am Montag gestarteten DTB- Akteuren kamen somit fünf durch.
"Es ist immer schwer, wenn man sich so gut kennt und sogar befreundet ist", sagte Barbara Rittner, die nun auf die amerikanische US-Open-Siegerin Serena Williams trifft. "Ich bin froh, dass ich gewonnen habe. Alles andere kommt später." An das Später will auch die junge Bianka Lamade noch nicht denken. Die 18-Jährige aus Pforzheim schickte bei ihrem Wimbledon-Debüt die Tschechin Denisa Chladkova mit 6:1, 6:7 (1:7), 6:3 vom Platz. In Runde zwei erwartet die Weltranglisten-63. nun das schwere Los namens Elena Dementjewa aus Russland, die Position zwölf einnimmt.
Mit einem "Verrückten" bekommt es David Prinosil zu tun. Nach seinem 6:7 (5:7), 6:2, 6:4, 6:4-Sieg gegen den Südkoreaner Hyung-Taik Lee spielt der Amberger gegen Davide Sanguinetti. "Und der ist verrückt wie alle Italiener", meinte der Daviscup-Akteur mit einem Schmunzeln im Gesicht. Auch gegen Sanguinetti hat der 28-Jährige noch nie gespielt, aber das soll kein Hinderungsgrund sein, um noch "ein paar Spiele zu gewinnen". Überhaupt sei er froh, erklärte Prinosil, "dass ich langsam wieder an Selbstvertrauen gewinne; schließlich war meine Saison bislang nicht sonderlich gut".
Derlei Gedanken sind dem Serien-Champion wildfremd. Auf dem Gras an der Church Road wird alljährlich ein neuer Pete Sampras geboren. Sein 65. Match auf dem "heiligen Rasen", von denen er ganze fünf verlor, sah wieder einen strahlenden und hochmotivierten Tennisprofi - und das lag nicht nur an dem traditionell weißen Dress.
"Ich bin froh, dass ich die Ballwechsel kontrollieren konnte", gab sich der Topfavorit bescheiden. Sein nächster Kontrahent auf dem Weg zum fünften Titel in Serie und damit der Einstellung des Rekords des Schweden Björn Borg ist nun der Brite Barry Cowan, der dank einer Wildcard ins Hauptfeld gerutscht war. Eine kleine Wiedergeburt feierte auch der Kroate Goran Ivanisevic, der wie Lokalmatador Tim Henman und der Russe Marat Safin die erste Hürde glänzend übersprang.
>>> Ergebnisse der Herren
>>> Ergebnisse der Damen
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum











