ATP-Masters-Cup in Lissabon: Sampras rehabilitiert sich, Kafelnikow mit Routine
zuletzt aktualisiert: 29.11.2000 - 23:53Lissabon (sid). Einen Tag nach der Demontage durch Australiens Jung-Star Lleyton Hewitt hat Pete Sampras beim ATP-Masters-Turnier in Lissabon zurückgeschlagen. Der Titelverteidiger aus den USA brachte sich beim Kräftemessen der acht besten Tennis-Profis durch ein 7:6 (7:2), 7:5 über den Spanier Alex Corretja in der Roten Gruppe ins Rennen zurück.
Zum Auftakt des zweiten Spieltages beim mit 3,7 Millionen Dollar dotierten Saisonfinale hatte Olympiasieger Jewgeny Kafelnikow in der Grünen Gruppe nach anfänglichen Problemen Schwedens Debütant Magnus Norman mit 4:6, 7:5, 6:1 in die Schranken gewiesen und konzentrierte sich bereits auf das anstehende Duell mit US-Star Andre Agassi: "Das wird eine ganz große Herausforderung für mich. Es geht um das Halbfinale, und ich werde mein bestes Tennis zeigen müssen. Aber dazu bin ich in der Lage", sagte der 26 Jahre alte Russe.
Am späten Abend hatte Marat Safin den Vergleich der Tennis-Youngster für sich entschieden. Der Weltranglisten-Erste aus Russland bezwang den 19 Jahre alten Australier Lleyton Hewitt in 1:22 Stunden mit 6:4, 6:4 und setzte sich nach dem zweiten Spieltag allein noch ungeschlagen an die Tabellenspitze der Roten Gruppe.
Der umjubelte Star des Abends im erneut nicht voll besetzten Pavilhao Atlantic Sportpalast war aber Pete Sampras. Der frühere Weltranglistenerste, der gegen Hewitt das erste Match seit seiner Finalniederlage am 10. September im Finale der US Open gegen den Russen Marat Safin bestritten hatte, wurde mit jeder Minute des Duells mit dem Ex-Weltmeister sicherer. Im Tie-Break des ersten Satzes blitzte vornehmlich seine alte Klasse bei Halbflugbällen auf.Nach exakt zwei Stunden hatte Sampras drei Matchbälle auf dem Schläger, von denen er den zweiten nutzte und anschließend mit erhobener Faust den Court verließ.
Kafelnikow verdankte seinen Sieg einer enormen Leistungssteigerung zum Ende des zweiten Satzes und der Tatsache, dass Norman unmittelbar vor dieser Phase zahlreiche Breakchancen ungenutzt ließ. "Ich wusste gar nicht, wie ich das Spiel kontrollieren sollte, habe dann aber zum Glück noch meine Linie gefunden", sagte Australian-Open-Finalist Kafelnikow, der nach 51 Minuten den ersten Satz an einen bis dahin groß auftrumpfenden Schweden hatte abgeben müssen.
Als Norman im zweiten Durchgang ein Break zum 4:3 gelang, schien der French Open-Finalist auf der Siegerstraße. Doch plötzlich kamen die lange vermissten ersten Aufschläge seines Kontrahenten. Zudem stelte der Olympiasieger immer mehr Fehler ab und spielte Norman mit seinen langen Passierbällen aus. Im dritten Satz ließ sich der 26-Jährige beim Stand von 5:1 auch nicht mehr durch einen Krampf in der Schlaghand aufhalten und verwandelte den zweiten Matchball.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum











