Schwimm-DM in Braunschweig:: Sandra Völker holt 35. DM-Gold und Rekord
zuletzt aktualisiert: 16.05.2001 - 16:55Braunschweig (rpo). Sandra Völker hat in deutscher Rekordzeit von 24,72 Sekunden über 50 m Freistil bei den deutschen Schwimm-Meisterschaften in Braunschweig ihren insgesamt 35. nationalen Titel gewonnen. Die 27 Jahre alte Hamburgerin verfehlte ihrer bisherige Bestmarke vom 18. Juni 2000 in Berlin nur knapp.
Insgesamt fünf Finals hat die 27-Jährige bis Sonntag auf dem Plan. Und ihr Selbstbewusstsein ist grenzenlos: "Es war endlich Zeit, die 25 Sekunden zu knacken."
Die Hanseatin will nun noch mehr: "Fünf Titel wären das Optimum. Jeder schlechtere Platz als eins oder zwei wäre eine Enttäuschung." Nach der Olympia-Pleite von Sydney will es Sandra Völker wieder wissen. Ralf Beckmann, Cheftrainer des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV): "Mit Sandra können wir bei der WM rechnen. Sie ist in der richtigen Spur. Und das gibt noch einen Ruck."
Sein WM-Ticket für Japan löste auch Thomas Rupprath (Wuppertal/Uerdingen), der über 200 m Schmetterling in 1:56,96 Minuten wie Sandra Völker den Titel-"Hattrick" schaffte.
Sandra Völker schwamm über 50 m Freistil souverän zum dritten Titel hintereinander. 24,72 Sekunden bedeuteten deutschen Rekord und den 35. deutschen Meistertitel für die Hamburgerin. "Das war das erste große Highlight hier", schwärmte Beckmann, "ich gehe davon aus, dass sie nach dieser Jahresweltbestzeit in Fukuoka noch zulegen kann". Völkers alte Bestmarke vom 18. Juni 2000 lag bei 25,09 Sekunden. Kathrin Meißner verpasste als Zweite in 25,60 Sekunden die WM-Norm.
Warnecke auf Platz vier
Hobby-Rennfahrer Mark Warnecke startete mit Platz vier über 100 m Brust in seine Stress-Woche zwischen Schwimmbecken und Rennpiste. Am Freitag ist Training in Oschersleben, am Samstag will er in Braunschweig über 50 m Brust das WM-Ticket lösen und am Sonntag Punkte beim Porsche-Carrera-Cup einfahren. Der schwimmende Rennfahrer und künftige Mediziner gibt sich optimistisch: "Die 100 m mache ich aus der kalten Hose. Für die 50 m wird es am Samstag für die anderen richtig schwer." Cheftrainer Beckmann: "Wenn er auch hier in der Überholspur schwimmt, dann ist das in Ordnung."
100-m-Sieger Jens Kruppa (Riesa) verfehlte in 1:03,03 Minuten die WM-Richtzeit ebenso wie Torsten Spanneberg (Berlin) in 22,78 Sekunden als neuer Meister über 50 m Freistil und Steffen Driesen (Wuppertal/Uerdingen) in 2:01,11 Minuten als Meister über 200 m Rücken. Die Heidelbergerin Simone Weiler war über 100 m Brust in 1:10,24 Minuten ebenfalls zu langsam.
Achtung: Folgt weitere Zusammenfassung nach 1500 m Freistil Frauen und 800 m Freistil Männer
Die Ergebnisse:
Männer:
50 m Freistil: 1. Torsten Spanneberg (Berlin) 22,78 Sekunden; 2. Carsten Dehmlow (Berlin) 22,92; 3. Stephan Kunzelmann (Hannover) 23,02; 4. Alexander Lüderitz (Berlin) 23,39; 5. Sven Lodziewski (Berlin) 23,41; 6. Lars Conrad (Hannover) 23,48; 7. Fabian Friedrich (Eschborn) und Jens Thiele (Hamburg) beide 23,72
Frauen:
50 m Freistil: 1. Sandra Völker (Hamburg) 24,72 Sekunden (deutscher Rekord); 2. Katrin Meißner (Berlin) 25,60; 3. Vivienne Rignall (Hamburg) 25,80; 4. Antje Buschschulte (Wuppertal/Uerdingen) 26,10; 5. Annika Mehlhorn (Baunatal) 26,16; 6. Petra Dallmann (Heidelberg) 26,18; 7. Meike Freitag (Frankfurt/Main) 26,45; 8. Janine Pietsch (Riesa) 26,46
Männer:
100 m Brust: 1. Jens Kruppa (Riesa) 1:03,03 Minuten; 2. Michael Fischer (Cannstatt) 1:03,27; 3. Björn Nowakowski (Hamburg) 1:03,39; 4. Mark Warnecke (Essen) 1:03,42; 5. Rene Kolonko (Leipzig-Leutzsch) 1:03,81; 6. Timo Lorenz (Berlin) 1:04,10; 7. Frank Fleischer (Berlin) 1:04,16; 8. Stefan Fuhrmann (Wengerohr) 1:04,64
Frauen:
100 m Brust: 1. Simone Weiler (Heidelberg) 1:10,24 Minuten; 2. Marina Kuc (Essen) 1:10,94; 3. Desiree Mahle (Remscheid) 1:11,57; 4. Vipa Bernhardt (Frankfurt/Main) 1:11,69; 5. Sylvia Gerasch (Berlin) 1:11,79; 6. Janina Gerkens (Paderborn) 1:12,46; 7. Anne Poleska (Krefeld) 1:12,68; 8. Ina Hüging (Bonn) 1:13,63
Männer:
200 m Rücken: 1. Steffen Driesen (Wuppertal/Uerdingen) 2:01,11 Minuten; 2. Stev Theloke (Chemnitz) 2:01,95; 3. Sebastian Halgasch (Leipzig-Leutzsch) 2:02,00; 4. Robert Wanja (Brandenburg) 2:02,45; 5. Ernest Fahrland (Berlin) 2:03,23; 6. Patric Adam (Heidelberg) 2:04,34; 7. Robert Kroll (Halle/Saale) 2:05,03; 8. Kay Rockstroh (Berlin) 2:07,80
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