Eishockey: Schlecht geschlafen - Generalprobe für Duisburgs Füchse
zuletzt aktualisiert: 05.09.2006 - 09:27Duisburg (RP). Alles Reden und Spekulieren hat ein Ende. Heute um 19.30 Uhr spielt das DEL-Team der Füchse Duisburg in der Scania-Arena gegen Wolfsburg in der ersten Pokalrunde. Danach weiß man, zu was Hegens Team taugt.
Das 4:6 im letzten Test beim Drittligisten aus Ratingen hat die Verantwortlichen beim EV Duisburg um den Schlaf gebracht. Sportdirektor Uli Egen sagt: „Ich habe mich so geärgert, dass ich kein Auge zugemacht habe.“ Didi Hegen verbindet seine lange Nacht mit Blick aufs Kopfkissen und einer Drohung: „Wenn ich noch einmal so schlecht schlafe, wird der eine oder andere Spieler nicht lizensiert.“ Wer? „Das sage ich den Spielern in der Kabine.“
Man muss nicht lange raten: Andrej Szapaschnikow muss um seinen Arbeitsplatz fürchten. Der russische Verteidiger wirkt nicht fit. Mit Didi Hegen lassen sich solche Themen schlecht ansprechen. Zum einen kritisiert der Trainer seine Spieler nie öffentlich. Zum anderen hat ihn die lauwarme Vorstellung in Ratingen so geärgert, dass er vor allem Kurztexte antwortet. Zum Spiel gegen Wolfsburg sagt er: „Wir wollen gewinnen.“ Und: „Jetzt wird es ernst, denn am Freitag beginnt die Saison.“
Über Neuzugang Jean Francois Fortin lässt sich erfahren, dass er „fürs erste Mal ganz gut“ gespielt habe. Groß sei der Verteidiger und technisch durchaus stark. Inzwischen ist klar, wie die Reihen stehen: Im ersten Block gehen Martin Bartek, Stanislav Gron und Rudolf Huna auf Torejagd. In der zweiten Reihe mühen sich Matt Dzieduszycki , Robert Francz und Dan DelMonte. Die dritte Reihe bietet Johan Forsander mit Egor Baschkatov und Henrik Hölscher auf. In Reihe vier sind Thomas Schenkel, Christopher Oravec und Martin Schweiger unterwegs.
Die Abwehr ordnet sich mit Chris Hajt und Jean Francois Fortin, Calle Bergström und Markus Schmidt, Igor Schaposchnikow und Toni Bader. Das Tor hütet Levente Szuper. Patrick Ehelechner fliegt morgen nach Pittsburgh zu seinem zweiwöchigen NHL-Probetraining. Was darf man also vom Fuchs erwarten? Keineswegs den Auftritt als geschlossene Einheit.
Allzu oft musste das Team in der Vorbereitung sich neu finden. Was aber geht: Voller Einsatz über 60 Minuten. Der Trainer braucht seinen Schlaf, sonst findet das Team nicht zur Ruhe. Es gilt: Fliegen die Niedersachsen nicht raus, fliegen beim Fuchs die Fetzen.
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