Box-Promoter Kushner bestätigt Sauerland-Aussage: Schlinge um IBF-Gründer zieht sich zu
zuletzt aktualisiert: 29.06.2000 - 14:48Newark/New Jersey (sid). Box-Promoter Cedric Kushner hat die Aussage seines deutschen Partners Wilfried Sauerland im Betrugsprozess gegen Funktionäre der International Boxing Federation (IBF) bestätigt. Demnach hat Sauerland 1995 100.000 Dollar für einen Rückkampf zwischen seinem Schützling Axel Schulz und dem damaligen Schwergewichtsweltmeister George Foreman gezahlt.
Kushner sagte am dritten Prozesstag vor dem Gericht in Newark/US-Bundesstaat New Jersey aus, wie er durch das frühere IBF-Vorstandsmitglied C. Douglas Beavers von der Notwendigkeit der Zahlung informiert wurde. "Daraufhin habe ich geschimpft und gesagt, dass er und alle anderen, die damit zu tun hätten, ganz einfach verrückt seien", erklärte der 51-Jährige.
Damit verdichten sich die Anzeichen immer mehr, dass die gegen den Hauptangeklagten IBF-Gründer Robert W. Lee Sr. erhobenen Vorwürfe zutreffen. Insgesamt sollen Lee und seine Vorstands-Mannschaft 338.000 Dollar für die Manipulation von Weltranglisten zugunsten weniger bekannter Boxer illegal entgegengenommen haben.
Sauerland hatte in der vergangenen Woche zugegeben, 100.000 Dollar zur Verfügung gestellt zu haben. In einem Hotelzimmer in Las Vegas wurde das Geld durch Kushner an Lee übergeben. Im ersten Titelkampf im April 1995 hatte Schulz gegen Foreman umstritten nach Punkten verloren. Bevor es zur Revanche kommen konnte, legte Foreman seinen IBF-Gürtel nieder. Schulz erhielt stattdessen einen Titelkampf gegen Michael Moorer, den er ebenfalls verlor.
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