35. Ball des Sports: Schmelings Tod sorgt für Trauerstimmung
zuletzt aktualisiert: 05.02.2005 - 21:29Frankfurt/Main (rpo). Der Tod von Box-Idol Max Schmeling hat bei der Eröffnung des 35. Ball des Sports in Frankfurt/Main für Trauerstimmung gesorgt. Bundespräsident Horst Köhler verlieh dem am vergangenen Mittwoch im Alter von 99 Jahren verstorbenen einzigen deutschen Schwergewichts-Weltmeister vor 2.100 Gästen aus Sport, Politik, Wirtschaft und Showbiz die "Goldene Sportpyramide" der Deutschen Sporthilfe (DSH) ehrenhalber.
"Max Schmeling hat nie Star-Allüren besessen. Vielleicht war das einer der Gründe für seine Popularität und Beliebtheit," sagte Köhler, der um 19.27 Uhr die festlich geschmückte Festhalle unter Blitzlichtgewitter betreten hatte. Der DSH-Vorstandsvorsitzende Hans-Ludwig Grüschow fügte hinzu: "Mit Max Schmeling verlieren wir einen großartigen Freund. Er ist ein Vorbild für immer und ein unersetzbarer Verlust für den Sport und die Gesellschaft."
Auch der Reingewinn der von der DSH ausgerichteten Gala von rund einer Million Euro rückte bei der "Nacht der Sterne" in den Hintergrund. Das Geld ist für die Unterstützung der momentan 3800 geförderten Spitzensportler vorgesehen. Rund die Hälfte des Gewinns wird aus dem Verkauf der je 1000 Euro teuren Eintrittskarten erwartet. Die andere Hälfte des Erlöses stellen Sponsoren.
Neben Bundespräsident Köhler und Bundesinnenminister Otto Schily waren Vorstandsvorsitzende großer deutscher Unternehmen geladen. Zu den Gästen zählten zudem Fußball-"Kaiser" Franz Beckenbauer und zahlreiche Olympiasieger.
Möglicherweise findet die Veranstaltung zum vorletzten Mal in der Main-Metropole statt. Für die künftige Ausrichtung liegen Anfragen aus Berlin, Hamburg, Mainz, München, Stuttgart und Wiesbaden vor. Der Ball ist noch bis 2006 an Frankfurt gebunden.
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