Sampras wieder früh gescheitert: Schüttler hält deutsche Farben hoch
zuletzt aktualisiert: 08.08.2002 - 21:32Cincinnati (rpo). Nach dem Ausscheiden von Nicolas Kiefer und Tommy Haas beim Masters-Turnier in Cincinnati spielt sich Rainer Schüttler immer mehr in den Vordergrund. Der Daviscupspieler aus Korbach zog durch ein 6:4, 6:3 über den Belgier Xavier Malisse zum zweiten Mal ins Viertelfinale eines Masters-Turniers ein.
Zuvor hatte Deutschlands Nummer zwei am Mittwoch (Ortszeit) den Amerikaner Jan-Michael Gambill mit 6:7 (2:7), 7:5, 6:3 ausgeschaltet. Nicolas Kiefer hatte indes beim 4:6, 3:6 gegen US-Hoffnung Andy Roddick erwartungsgemäß die Segel streichen müssen, der erneut angeschlagene Thomas Haas war schon zum Auftakt gescheitert.
Der ungesetzte Schüttler, der mit dem Sieg 57.000 Doller aus dem 2,95 Millionen Dollar umfassenden Preisgeldtopf sicher hat, trifft nun auf den an Nummer 16 eingestuften Carlos Moya (Spanien). Gegen den Wimbledon- Halbfinalisten Malisse präsentierte er sich nervenstark und lauffreudiger als sein Kontrahent, der es dem Deutschen mit vielen überflüssigen Fehlern auch leicht machte. Beim Stand von 5:4 verwandelte Schüttler seinen ersten Satzball, im zweiten Durchgang legte er mit einem Break zum 4:2 den Grundstein zum Sieg.
Schüttler ist damit schon einen Schritt weiter als die meisten der noch verbliebenen Favoriten, die erst das Achtelfinale erreicht haben: Wimbledon-Sieger Lleyton Hewitt musste erneut nur Kurzarbeit verrichten. Wegen der Aufgabe des Italieners Davide Sanguinetti beim Stand von 5:0 durfte Hewitt schon nach 18 Minuten den Platz verlassen. Sein Auftaktmatch hatte nur 42 Minuten gedauert. Der Australier hat in diesem Jahr in Cincinnati bisher kein Spiel abgegeben und wünschte sich mit Blick auf die Titelverteidigung bei den US Open deswegen mehr Widerstand. Andre Agassi fertigte den Argentinier Guillermo Coria mit 6:0, 6:2 ab. "Ich fühle mich in Form und hungrig", meinte der 32 Jahre alte Mann von Steffi Graf nach der nur 55-minütigen Partie.
Sampras: "Ich bin frustriert"
Während Agassi sportlich weiterhin zu allem fähig scheint, quält sich Pete Sampras immer mehr, jedoch mit immer weniger Erfolg. Der dreimalige Sieger von Cincinnati zog beim 6:4, 3:6, 6:7 (4:7) den Kürzeren gegen den australischen Linkshänder Wayne Arthurs. Der am Montag 31 Jahre alt werdende Sampras war in der Vorwoche in Toronto ebenso knapp an Thomas Haas gescheitert. "Ich bin frustriert, weil ich in diesen zwei Wochen nicht mehr gezeigt habe, aber ich hoffe, bei den US Open in Top-Form zu sein. Der Körper macht noch mit", meinte Sampras, der seinen Gegnern immer weniger Angst einjagt. Prominentester Ausfall neben Sampras war der Brite Tim Henman nach dem 6:7 (3:7), 2:6 gegen den Chilenen Fernando Gonzalez.
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