Rittner zieht in die dritte Runde ein: Schüttler und Weingärtner ausgeschieden
zuletzt aktualisiert: 23.03.2002 - 20:56Key Biscayne (rpo). Keine gute Zweitrunden-Bilanz für die deutschen Tennis-Profis beim Turnier in Key Biscayne: Zwei von drei Spielern sind raus, Barbara Rittner zog indes in die dritte Runde ein.
Rainer Schüttler (Bad Homburg) verlor am Freitagabend (Ortszeit) gegen den Argentinier Gaston Gaudio 3:6, 3:6; Marlene Weingärtner (Heidelberg) hatte beim 3:6, 2:6 gegen die an Nummer sieben gesetzte Jugoslawin Jelena Dokic ebenfalls keine Chance. Das Zweitrundenmatch von Barbara Rittner (Leverkusen) musste im dritten Satz beim Stand von 3:2 für ihre spanische Gegnerin Angeles Montolio wegen Dunkelheit abgebrochen und auf Samstag vertagt werden.
Daviscup-Spieler Schüttler konnte nicht an seine hervorragenden Leistungen der vergangenen Wochen anknüpfen und sah gegen Gaudio kein Land. Im ersten Satz gab der Deutsche gleich drei Mal seinen Aufschlag ab, und im zweiten lag er wiederum schnell mit 0:3 zurück. Nach 70 Minuten war alles vorbei: Für den 25 Jahre alten Schüttler war diesmal bereits in Runde zwei des mit 3,575 Millionen Dollar dotierten Top-Turniers Endstation. In diesem Jahr hat er bereits 16 Matches gewonnen, zuletzt vier Mal hintereinander das Viertelfinale erreicht, in Scottsdale sogar das Halbfinale.
Rittner weiter - Müller ausgeschieden
Barbara Rittner steht in der 3. Runde. Die Kölnerin gewann das am Vortage wegen Dunkelheit abgebrochene Match gegen die an Nummer 21 gesetzte Angeles Montolio (Spanien) mit 6:7 (4:7), 6:2, 7:6 (7:4). Beim Stand von 2:3 im 3. Satz wurde weitergespielt. Bis zum 6:6 im 3. Durchgang brachten beide ihren Service am Samstag durch. Im Tiebreak war dann Barbara Rittner mit 7:4 die Glücklichere. Ausgeschieden ist Martina Müller. Die Hannoveranerin unterlag Iroda Tulyaganova (Usbekistan) 3:6, 2:6.
Regenschauer im Süden Floridas hatten den Spielverlauf ebenfalls durcheinander gebracht. So fehlten Lilia Osterloh (USA) gegen Serena Williams lediglich zwei Punkte zum Satzgewinn, doch die hohe Favoritin erbat unter den Pfiffen der Zuschauer eine Unterbrechung. Nach der Regenpause dominierte nur noch die US-Open-Siegerin von 1999. Am Ende stand es 7:5, 6:1.
Favoritensturz bei den Herren
Den ersten Favoritensturz gab es bei den Herren. Andy Roddick enttäuschte seine amerikanischen Fans, als er dem Argentinier Juan Ignacio Chela beim 3:6, 6:2, 4:6 den Vortritt ließ. Roddick, immerhin an Nummer 10 gesetzt, schenkte Chela das Match, als er im letzten Spiel seinen eigenen Aufschlag zu Null abgab. Der Senkrechtstarter der vergangenen Saison kommt in diesem Jahr überhaupt nicht in Fahrt. Bei den Australian Open musste er in seinem Zweitrundenmatch wegen einer Knöchelverletzung aufgeben. In Indian Wells, beim Auftakt des Masters-Serie, trat er wegen einer Erkältung gar nicht erst an.
Ohne Probleme stürmte Andre Agassi in die nächste Runde. Beim 6:3, 6:1 gegen den Briten Greg Rusedski zeigte sich der Amerikaner erstaunlich gut von der Erstrundenniederlage in Indian Wells erholt.
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