Weltrekord durch Peirsol: Schwimmer-Gala in Brisbane und Minneapolis
zuletzt aktualisiert: 21.03.2002 - 15:15Neuss (rpo). Ian Thorpe und Aaron Peirsol sorgten direkt zu Beginn der Saison der Schwimmer für Schlagzeilen. Peirsol stellte in Minneapolis einen neuen Weltrekord über 200 Meter Rücken auf.
Der dreifache Olympiasieger Thorpe legte bei den australischen Titelkämpfen in Brisbane eine wahre Gala hin.
In Minnesota schwamm Peirsol der Konkurrenz um Meter davon. Der Olympiazweite siegte über 200 m Rücken in 1:55,15 Minuten und unterbot damit die alte Bestmarke von Landsmann Lenny Krayzelburg vom 27. August 1999 um 72 Hundertstelsekunden. Der zweitplatzierte Joshua Davis wurde vom 18-jährigen Kalifornier um mehr als fünf Sekunden distanziert (2:00,39). "Ich habe es vorher gewusst. Ich war zuversichtlich, den Weltrekord zu brechen", jubelte Peirsol.
Für weitere Glanzlichter sorgten Schmetterling-Olympiasieger Tom Malchow und Jason Lezak, der als 100-m-Freistilsieger in 48,89 Sekunden die viertbeste US-Zeit über diese Distanz aller Zeiten schwamm. Vizeweltmeister Malchow siegte in Abwesenheit von Weltrekordler Michael Phelps über 200 m in 1:55,13 Minuten vor dem Olympiadritten Tom Wilkens (2:02,60).
Quann zeigte Konkurrenz die Grenzen auf
Bei den Frauen frustierte Megan Quann über 200 m Brust die Konkurrenz. Die 100-m-Olympiasiegerin gewann in 2:27,42 Minuten mit rund vier Sekunden Vorsprung vor der 15-jährigen Alexi Spann (2:30, 32). Während die 15-jährige Mary Hill über 200 m Schmetterling in 2: 12,92 Minuten vor Titelverteidigerin Dana Kirk (2:13,09) gewann, entschied die Olympiadritte Claudia Poll die 100 m Freistil in 55, 62 Sekunden für sich.
Im australischen Queensland gelang Thorpe ein Novum. Der sechsfache Weltmeister konnte als erster Australier drei Landestitel erfolgreich verteidigen. Nach seinen Freistil-Triumphen über 200 und 400 m gewann der 19-Jährige auch den 100-m-Titel.
Dabei blieb der dreifache Weltrekordler in 48,98 Sekunden aber deutlich über der Weltbestmarke des niederländischen Olympiasiegers Pieter van den Hoogenband (47,84). "Das ist das zweite Mal, das ich die 100 m unter 49 Sekunden geschwommen bin. Ich bin heute sehr glücklich", sagte Thorpe, der bei den Titelkämpfen im vergangenen Jahr auch 800-m-Meister geworden war.
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