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Berlin
Schwimmerin Mardini vom Rummel überfordert

Berlin. Der Medien-Hype um ihre Person hat die für das IOC-Flüchtlingsteam des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) nominierte syrische Schwimmerin Yusra Mardini zeitweise überfordert. "Ich habe es manchmal gehasst. Der Druck war enorm", sagte die 18-Jährige in Berlin. "Es gab eine Zeit, wo es ihr nicht gut ging", ergänzte ihr Trainer und Betreuer Sven Spannekrebs. Besonders die Zeit nach dem großen Medientag des IOC im März in Berlin, als Mardini vor mehr als 100 Journalisten aus aller Welt als Kandidatin für das olympische Flüchtlings-Team vorgestellt wurde, sei hart gewesen.

Spannekrebs musste laut eigener Aussage seit November über 1000 E-Mails weltweit mit Interview-Anfrage zu Mardini beantworten. "Ungefähr 800 mussten wir eine Absage erteilen", berichtete der Coach. Sogar eine Anfrage aus Hollywood habe es gegeben.

Mardini, die 2015 zusammen mit ihrer Schwester aus Syrien nach Berlin geflohen war, ist eine von zehn Athletinnen und Athleten, die im IOC-Flüchtlingsteam in Rio starten. In der Hauptstadt trainiert sie bei den Wasserfreunden Spandau. Als Fernziel hat sich der Teenager die Goldmedaille bei den Sommerspielen 2020 in Tokio gesetzt. In Rio ist an eine Medaille nicht zu denken. "Wenn sie einen Vorlauf überstehen würde, wäre das ein Wunder", sagte Trainer Spannekrebs.

(dpa)
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