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Heiße Kugeln, kalte Kugeln
Blatter wirft Uefa Manipulation bei Auslosungen vor

Fotos: Sepp Blatter: 17 Jahre an der Spitze der Fifa
Fotos: Sepp Blatter: 17 Jahre an der Spitze der Fifa FOTO: dapd, Alessandro Della Bella
Buenos Aires. Bei Auslosungen von Wettbewerben sei nicht immer alles korrekt zugegangen.

Der frühere Fifa-Präsident Joseph S. Blatter (80) hat Manipulationen bei Auslosungen für Wettbewerbe der Europäischen Fußball-Union (Uefa) angedeutet. "Natürlich kann man die Loskugeln durch Erhitzen oder Abkühlen markieren. Ich habe Auslosungen auf europäischer Ebene beobachtet, bei denen das passiert ist - aber niemals bei der Fifa", sagte der Schweizer in einem Interview mit der argentinischen Zeitung "La Nacion".

Man müsse dafür die Kugeln einfach vorher in den Kühlschrank legen, so Blatter weiter. Er habe die Kugeln allerdings nie angerührt, behauptete der von der Fifa-Ethikkommission für sechs Jahre für alle Aktivitäten im Fußball gesperrte Ex-Funktionär. Die Uefa teilte mit, dass die Vorwürfe "komplett absurd" seien und es daher keinen Sinn mache, weiter darauf einzugehen.

Blatter verteidigte sich derweil einmal mehr gegen die zahlreichen im Raum stehenden Korruptionsvorwürfe. "Blatter ist nicht korrupt. Die Fifa ist nicht korrupt. Eine Organisation kann nicht korrupt sein, nur Menschen können dies", sagte er: "Sie werden keinen Beweis dafür finden, dass ich gegen Schweizer Recht verstoßen habe."

Zuletzt hatte der Fußball-Weltverband massive Selbstbereicherungsvorwürfe gegen Sepp Blatter erhoben. Zusammen mit dem früheren Generalsekretär Jerome Valcke (55) und dessen inzwischen ebenfalls entlassenem Stellvertreter Markus Kattner (45) soll sich der Ex-Präsident demnach über Jahre hinweg über 71 Millionen Euro zugeschanzt haben.

Quelle: RP
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