Tennis: Protest gegen Rassisten-Flagge: Serena Williams sagt Turnier ab
zuletzt aktualisiert: 13.04.2000 - 13:35Hilton Head (sid). Tennis-Profi Serena Williams hat aus Protest gegen eine Flagge aus der Zeit der Sklaverei das in der kommenden Woche stattfindende WTA-Turnier in Hilton Head abgesagt. Die Regierung des US-Bundesstaates South Carolina hatte entschieden, die historische Fahne der konföderierten Staaten von Amerika weiterhin auf dem Dach des State Capitol Buildings auf Hilton Head Island wehen zu lassen.
"Meine Überlegung, nicht in South Carolina zu spielen, hat einen sehr ernsten Hindergrund, der in mir tiefe Gefühle weckt", erklärte die dunkelhäutige US-Amerikanerin, in der Weltrangliste derzeit an Nummer sechs notiert.
Die Entscheidung der 18-Jährigen, die am Dienstag wegen Kniebeschwerden beim Turnier auf Amelia Island/Florida aufgegeben hatte, wurde von der Turnierleitung gut geheißen: "Wir unterstützen Serenas Entscheidung und hoffen, dass das Thema bald erledigt ist", sagte Turnier-Direktorin Lisa Thomas.
Die amerikanische Schwarzen-Bewegung begrüßt ausdrücklich den Boykott von Sportereignissen in South Carolina. Anfang des Jahres hatte bereits das Basketball-NBA-Team der New York Knicks angekündigt, keine Trainingscamps mehr in Charleston abzuhalten.
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