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Düsseldorf
Sigurdsson verlässt den DHB nach der WM im Januar

Düsseldorf. Da ungewiss war, wohin die Reise geht, hatte der Deutsche Handballbund im mit Dagur Sigurdsson bis 2020 abgeschlossenen Vertrag eine Ausstiegsklausel eingebaut. Die nutzte der Isländer, um nach der WM im Januar und rund 30 Monaten aus "persönlichen Gründen" aufzuhören. Wahrscheinlich geht seine Reise nach Japan. Dort soll er das Männerteam auf Olympia 2020 in Tokio vorbereiten und bis 2024 angeblich fünf Millionen Euro verdienen. Dazu könnte der Vater von drei Kindern mit seiner Familie auf Island leben.

Überraschend kam die Trennung nicht mehr. Das letzte große Ziel des 43-Jährigen ist die WM. "Wir verlieren einen Weltklassetrainer und ich die Zusammenarbeit mit einem guten Freund", sagte Bob Hanning. 2007 hatte er Sigurdsson zum Bundesligisten Berlin geholt und ihn 2014 an den DHB abgegeben. Dort war er damals seit knapp einem Jahr zudem als Vizepräsident für den Leistungssport zuständig.

Bei der Suche nach einem Nachfolger hat der DHB keine Eile. "Wir brauchen einen Strategen, der auch mit jungen Leuten arbeiten kann", beschreibt Hanning das Anforderungsprofil. Wunschkandidat ist der kaum bekannte Christian Prokop (37), der beim Bundesligisten Leipzig noch bis 2021 unter Vertrag steht. Man werde die Gespräche wieder aufnehmen und sehen, was machbar ist, heißt es.

Der neue Mann übernimmt auf hohem Niveau. "Die seit 2014 entstandenen Strukturen machen Erfolge in den kommenden Jahren wahrscheinlich", sagte Hanning. Er hält am Ziel fest: Olympiasieg 2020. Auch ohne Sigurdsson.

(cze)
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