Trauerfeier in La Clusaz: Skiwelt nimmt Abschied von Regine Cavagnoud
zuletzt aktualisiert: 05.11.2001 - 15:58La Clusaz (rpo). In der Kirche Sainte-Foy im ostfranzösischem La Clusaz war gar nicht genug Platz: Die Skiwelt hat Abschied von der tödlich verunglückten französischen Super-G-Weltmeisterin Regine Cavagnoud genommen. Rund 3000 Menschen sandten der symphatischen Sportlerin einen letzten Gruß.
Die 31-Jährige, die am Mittwoch voriger Woche in der Universitätsklinik Innsbruck ihren schweren Verletzungen nach einem Trainingsunfall zwei Tage zuvor auf dem Pitztaler Gletscher erlegen war, wurde auf dem Friedhof ihres Heimatortes beigesetzt.
600 Trauergäste, darunter Frankreichs Sportministerin Marie-Georges Buffet und der Präsident des französischen Ski-Verbandes, Bernard Chevalier, nahmen in der St. Foy-Kirche an der Zeremonie teil. Fast 2500 weitere, darunter die komplette französische Ski-Nationalmannschaft, hatten sich im Ort versammelt, wo die Trauerfeier auf einer Großleinwand übertragen wurde.
Die Kirche war mit Blumen und einem überdimensionalen Foto dekoriert, das die Französin mit ihrer WM-Goldmedaille zeigte. Lediglich zwei Fotografen und ein Fernsehteam waren in der Kirche zugelassen. Die Familie von Cavagnoud hatte zudem die Medien und die Trauergäste gebeten, von Beileidsbekundungen am Grab Anstand zu nehmen.
Der deutsche Nachwuchstrainer Markus Anwander, der beim Zusammenstoß mit Cavagnoud auf der Trainingspiste unter anderem einen Schädelbasis- und einen Kieferbruch sowie innere Verletzungen erlitten hatte, liegt noch auf der Intensivstation des Innsbrucker Krankenhauses. Nach Aussage einer Kliniksprecherin vom Montag ist sein Zustand unverändert. Nach Einschätzung der Ärzte wird der 40-Jährige aller Voraussicht nach den Unfall überleben.
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