Vom 22.1. - 28.1. 2001 in Madonna di Campiglio: Snowboard-WM: Riesiger Kader - große Erwartungen
zuletzt aktualisiert: 21.01.2001 - 11:22München (sid). Riesiges Aufgebot, große Erwartungen: Die Snowboarder des Deutschen Skiverbandes (DSV) stehen bei den FIS-Snowboard-Weltmeisterschaften im italienischen Madonna di Campiglio, die am Montag mit der Entscheidung im Riesenslalom der Männer beginnen, unter Erfolgsdruck. Mit Mittelmaß will sich DSV-Sportdirektor Thomas Pfüller ein Jahr vor den Olympischen Winterspielen in Salt Lake City nicht zufrieden geben.
"Ich wünsche mir, dass wir vor allem in den olympischen Disziplinen Halfpipe und Parallel-Riesenslalom hervorragend abschneiden. Da mache ich kein Hehl daraus, denn davon hängt auch die Bundesförderung nach 2002 ab", sagte Pfüller: "Auch im Snowboardcross erwarte ich Medaillen."
Immerhin hat der DSV für die 4. FIS-Weltmeisterschaften zwölf Athleten nominiert. Der DSV-Kader wird von der Olympiazweiten Heidi Renoth aus Berchtesgaden und Riesenslalom-Weltmeister Markus Ebner aus Ingolstadt angeführt. Weitere Medaillenkandidaten in Madonna sind Sandra Farmand aus Wuppertal, Sabine Wehr-Hasler (Märstetten), Sven Unger (Wertach) und Xaver Hoffmann aus München.
Der Halfpipe-Spezialist fährt normalerweise beim Konkurrenzverband International Snowboard Federation (ISF). Hoffmann will sich aber durch den Start bei der WM des Internationalen Skiverbandes (FIS) die nötigen FIS-Punkte sichern, um sich die Chance auf einen Start bei Olympia 2002 offen zu halten.
Diese Chance hat Katharina Himmler nicht. Die zweimalige ISF-Weltmeisterin war beim letzten FIS-Weltcup vor der WM in Olang (Italien) daran gescheitert, die DSV-Kriterien (einmal unter die besten Acht, zweimal unter die 16) kurzfristig zu erfüllen. "Da gibt es auch keine Zugeständnisse", verdeutlichte Pfüller.
Insgesamt werden in Madonna di Campiglio über 400 Snowboarder aus 36 Nationen - zwölf mehr als bei der letzten WM 1999 in Berchtesgaden - am Start sein. Abgeschlossen werden die Titelkämpfe am kommenden Sonntag (28. Januar) mit dem Snowboardcross.
Das Aufgebot des DSV für die Snowboard-WM:
Heidi Renoth (Berchtesgaden), Sandra Farmand (Wuppertal), Sabine Wehr-Hasler (Märstetten), Katja Reinauer (Sigmaringen), Vroni Brandt (Weilheim), Markus Ebner (Ingolstadt), Mathias Behounek (Schlossberg), Michael Layer (Heilbronn), Sven Unger (Wertach), Xaver Hoffmann (München), Jan Michaelis (Regensburg), Daniel Tyrkas (Erlangen)
Der Zeitplan der Final-Wettämpfe im Überblick:
Montag, 22.1.: Riesenslalom Männer (13.00 Uhr)
Dienstag, 23. 1.: Riesenslalom Frauen (13.00 Uhr)
Mittwoch, 24. 1.: Parallel-Riesenslalom Frauen/Männer (13.00 Uhr)
Freitag, 26.1.: Parallel-Slalom Frauen/Männer (12.00 Uhr)
Samstag, 27.1.: Halfpipe Frauen/Männer (13.30 Uhr)
Sonntag, 28.1.: Snowboardcross Frauen/Männer (13.00 Uhr)
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