Vierschanzentournee: Späth auf Rang drei bester Deutscher
zuletzt aktualisiert: 31.12.2005 - 15:15
Garmisch-Partenkirchen (rpo). Bei der Qualifikation für das Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen hat die deutsche Mannschaft einen guten Tag erwischt. Georg Späth landete mit einem Sprung über 121 Meter auf dem dritten Rang. Am weitesten flog Noriaki Kasai (122,5 Meter), Topfavorit und Oberstdorf-Sieger Janne Ahonen hielt sich noch zurück und wurde mit 110 Metern Fünfter. Martin Schmitt enttäuschte mit einem Hüpfer auf 106 Meter und schied aus.
"Das war indiskutabel. An dem Sprung konnte ich nichts Gutes entdecken. Ein denkbar schlechtes Ende des Jahres", kommentierte Martin Schmitt seinen 53. Platz, der für den Neujahrstag eine unfreiwillige Sprungpause bedeutete. Der Furtwanger muss nun mit seinem Rauswurf aus der deutschen Tourneemannschaft rechnen, möchte aber selbst seinen Startplatz nicht freiwillig räumen. Doch Bundestrainer Peter Rohwein wollte sich vor einer endgültigen Entscheidung zunächst mit Schmitt beraten.
Dagegen freute sich Georg Späth über seinen dritten Rang, den er auch am Ende der beiden Neujahrskonkurrenzen der letzten Jahre erreicht hatte. "Ein Podestplatz ist für mich möglich. Ich fühle mich frei, die Schanze kommt mir entgegen, die Form wird immer besser", sagte Späth.
Hinter Späth schafften vor nur etwa 2.000 Zuschauern an einem sonnigen Silvestertag noch sieben weitere Athleten des Deutschen Skiverbandes (DSV) den Sprung unter die für den Wettbewerb zugelassenen besten 50. Kai Bracht (Oberstdorf/118,5), Andreas Wank (Oberhof/113), Maximilian Mechler (Isny/111), Mario Kürschner (Ober-Unterschönau/110) aus dem B-Kader profitierten mit früher Startnummer vom Aufwind. Dagegen wurden Michael Neumayer (Berchtesgaden/110) und Alexander Herr (Schonach/108,5) wie Schmitt vom Rückenwind behindert, setzten sich aber dennoch durch.
"In Oberstdorf war ich in der Qualifikation super, aber im Wettkampf hat es dann nicht so geklappt. Diesmal mache ich es eben ungekehrt", sagte Michael Uhrmann: "Aber im Training habe ich mich hier auf der alten Anlage wirklich schwer getan."
Der als Tournee-Mitfavorit angetretene Uhrmann hatte im Training nur 100 Meter gestanden, dabei aber mit Ski und Anzug experimentiert. In der Qualifikation kam Uhrmann besser zurecht, konnte allerdings vor allem bei der Anfahrtgeschwindigkeit noch nicht mit den Besten mithalten.
Ergebnis der Qualifikation
1. Noriaki Kasai (Japan) 128,5 Punkte (122,5 Meter)
2. Mati Hautamäki (Finnland) 128,3 (121)
3. Georg Späth (Oberstdorf) 126,8 (121)
4. Andreas Küttel (Schweiz) 123,3 (118,5)
5. Janne Ahonen (Finnland) 123,2 (119)
6. Andreas Kofler 123,0 (120)
7. Martin Koch (beide Österreich) 122,1 (119,5)
8. Michael Uhrmann (Rastbüchl) 119,4 (118)
9. Kai Bracht (Oberstdorf) 119,3 (118,5)
10. Björn Einar Romören (Norwegen) 117,6 (117)
22. Andreas Wank (Oberhof) 109,4 (113)
31. Maximilian Mechler (Isny) 105,8 (111)
39. Mario Kürschner (Ober-Unterschönau) 103,5 (110)
41. Michael Neumayer (Berchtesgaden) 103,0 (110)
44. Alexander Herr (Schonach) 100,8 (108,5)
Nicht für den Wettbewerb qualifiziert:
50. Stephan Hocke (Oberhof) 98,1 (96,3)
53. Martin Schmitt (Furtwangen) 96,3 (106)
55. Julian Musiol (Oberhof) 95,4 (105,5)
63. Erik Simon (Zschopau) 92,1 (104,5)
Im ersten Durchgang nach dem K.o.-System springen:
Späth - Thomas Morgenstern (Österreich)
Uhrmann - Stefan Thurnbichler (Österreich)
Herr - Martin Koch (Österreich)
Neumayer - Romören
Mechler - Adam Malysz (Polen)
Wank - Denis Kornilow (Russland)
Bracht - Daiki Ito (Japan)
Kürschner - Simon Ammann (Schweiz)
Janda - Kasai
Ahonen - Jan Matura (Tschechien)
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