Daviscup: Australien verliert Doppel gegen Ecuador: Spanien schon gescheitert - Niederlande und Frankreich weiter
zuletzt aktualisiert: 10.02.2001 - 19:30Hamburg (dpa). Das deutsche Daviscup-Team müsste bei einem Sieg gegen Rumänien im Viertelfinale zu einem Auswärtsspiel in die Niederlande reisen. Die "Oranjes" warfen in Eindhoven Titelverteidiger Spanien überraschend aus dem Rennen, der damit vom 21. bis 23. September in die Abstiegsrunde muss. Auch Frankreich (3:0 in Gent gegen Belgien) und Brasilien (3:0 in Rio gegen Marokko) haben sich vorzeitig für das Viertelfinale qualifiziert. Um die nächste Runde gegen die Niederlande zu erreichen, müssten die Deutschen in Braunschweig am Sonntag ihren 1:2-Rückstand gegen die Rumänen noch in ein 3:2 umwandeln.
Die spanischen Sandplatzspezialisten waren auf dem schnellen Hartplatz von Eindhoven von Anfang an auf verlorenem Boden. Nach dem 0:2-Schock konnten Alex Corretja und Juan Balcells auch im Doppel die Wende nicht erzwingen und verloren gegen Paul Haarhuis/Sjeng Schalken 6:4, 3:6, 6:7 (3:7), 6:7 (10:12). Der Anfang vom Ende des Unternehmens Titelverteidigung war allerdings schon das Auftakteinzel am Freitag: Nobody Raemon Sluiter hatte den haushohen Favoriten Juan Carlos Ferrero in fünf dramatischen Sätzen mit 6:7 (5:7), 7:6 (9:7), 3:6, 7:6 (7:3), 6:4 niedergerungen. Danach verlor Carlos Moya bei seinem Daviscup-Comeback gegen Schalken sogar glatt in drei Sätzen.
USA vor dem Aus
In Basel steht auch Vorjahresfinalist USA nach dem 1:2- Zwischenstand gegen die starken Schweizer vor dem Aus. Den Eidgenossen fehlt noch ein Sieg, um den Rekordtitelgewinner in die Abstiegsrunde zu schicken. Für die Führung der Gastgeber sorgen am Samstag Roger Federer/Lorenzo Manta mit einem 6:4, 6:2, 7:5 gegen das amerikanische Doppel Jan-Michael Gambill/Justin Gimelstob.
Australien verliert Doppel gegen Lapentti-Brüder
Die Lapentti-Brüder haben am Samstag mit einem Marathonsieg im Doppel den Anschluss für Ekuador im Daviscup-Spiel gegen Australien geschafft. Giovanni und Nicolas Lapentti (Foto) schlugen auf dem Rasenplatz in Perth überraschend das einheimische Duo Wayne Arthurs/Todd Woodbridge nach über vier Stunden 6:2, 2:6, 1:6, 7:6 (7:1), 12:10.
Damit hat das Team aus Südamerika auf 1:2 verkürzt. Am Sonntag muss in den Partien zwischen Patrick Rafter und Giovanni Lapentti sowie Lleyton Hewitt und Nicolas Lapentti die Entscheidung fallen.
Woodbridge, Nummer eins der Doppel-Weltrangliste, verpasste es beim Stand von 5:3, 40:0 und eigenem Aufschlag, auch nur einen der drei Matchbälle zu nutzen. Der Doppel-Spezialist war es dann auch, der das entscheidende Aufschlagspiel zum 10:11 vor 5000 Zuschauern im Royal Kings Park abgab. Die Lapentti-Brüder, die im vorigen Jahr mit einem Sensations-Sieg gegen Großbritannien in Wimbledon den Wiederaufstieg in die Weltgruppe geschafft hatten, fielen sich nach dem verwandelten Matchball glücklich in die Arme.
Russland führt gegen Slowakei mit 2:1
Dem russischen Daviscup-Team fehlt nur noch ein Sieg, um Gastgeber Slowakei in der ersten Runde der Weltgruppe zu bezwingen. US-Open-Sieger Marat Safin und Jewegni Kafelnikow gewannen das Doppel gegen Dominik Hrbaty/Jan Kroslak mit 4:6, 4:6, 6:2, 6:7 (7:9) und brachten den zweimaligen Finalisten (1994 und 1995) mit 2:1 in Führung. Damit sind die Chancen der beiden russischen Topspieler auf die Qualifikation für das Viertelfinale, in dem der Sieger aus der Partie zwischen Schweden und Tschechien wartet, vor den entscheidenden Einzeln am Sonntag sehr hoch.
Brasilien erster Viertelfinalist
Brasiliens Daviscup-Team hat als erste Mannschaft das Viertelfinale der Daviscup-Weltgruppe 2001 erreicht. Die Gastgeber führen nach dem zweiten Spieltag und vor den beiden nun unbedeutenden Schlusseinzeln gegen den Weltgruppen-Debütanten Marokko in Rio de Janeiro uneinholbar mit 3:0. Jaime Oncins und Alexandre Simoni, der für den verletzten Gustavo Kuerten einsprang, machten durch einen lockeren 6:3, 6:3, 6:3-Erfolg gegen Karim Alami/Hicham Arazi den Einzug in die Runde der letzten Acht perfekt.
Im Viertelfinale wartet auf die Südamerikaner der Sieger aus der Partie zwischen dem Vorjahresfinalisten Australien und Ekuador.
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