Skandal bei den Paralympics:: Spanische Basketballer müssen Goldmedaillen zurückgeben
zuletzt aktualisiert: 14.12.2000 - 19:32Madrid (sid). Das spanische Basketball-Team muss die bei den Paralympics in Sydney gewonnen Goldmedaillen zurückgeben. Das hat das Spanische Paralympische Komitee (CPE) bekannt gegeben. Untersuchungen haben ergeben, dass zehn der zwölf in Sydney eingesetzten Spieler keinerlei Behinderungen gehabt hätten.
Den Skandal von Sydney hatte der spanische Journalist Carlos Ribagorda aufgedeckt. Er hatte erklärt, von den insgesamt 107 Medaillen für Spanien seien einige auf das Konto von nicht behinderten Athleten gegangen. Der Medienvertreter, der mit dem Basketball-Team die Goldmedaille gewann, ist eigenen Angaben zufolge nicht behindert. Der Verband hatte ihn trotzdem ins Team berufen und eingesetzt. Insgesamt sollen 15 Sportler zu Unrecht Medaillen gewonnen haben.
Im Zuge der skandalösen Enthüllungen ist bereits der Vizepräsident des spanischen Paralympics-Komitees, Fernando Martin Vicente, zurückgetreten. Vicente war Vorsitzender des spanischen Behinderten-Sportverbandes (FEDDI), welcher die Sportler vor den Paralympics überprüft hatte.
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