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Die Sport-Zitate des Jahres 2015
Sex-Verbot und Parkplätze im Strafraum

Die besten Zitate des Sportjahres 2015
Die besten Zitate des Sportjahres 2015 FOTO: dpa, mut jai
Düsseldorf. Huub Stevens, zum damaligen Zeitpunkt noch Trainer beim abstiegsbedrohten VfB Stuttgart, wusste um den Ernst der Lage vor der Partie gegen den Hamburger SV. "Ich verbiete alles, die dürfen nur noch trinken und essen. Schade für die Frauen", sagte der knorrige Niederländer. 

Der Plan ging auf: Die Schwaben gewannen das Spiel am vorletzten Bundesliga-Spieltag mit 2:1. Der VfB schaffte den Klassenerhalt – und Stevens es gleich mit drei Äußerungen in die Liste der Zitate des Jahres. 

Einen ähnlich simplen Lebensstil, wie die Stuttgarter Spieler ihn von ihrem Trainer aufgebrummt bekamen, könnte künftig einige Funktionäre der Fifa erwarten: 2015 schlug der Korruptionsskandal hohe Wellen. Schalke-Manager Horst Heldt brachte es im Dezember auf den Punkt. "Wer redet da noch? Die sitzen doch alle im Gefängnis", sagte Heldt, als er die Pläne des Fußball-Weltverbandes, die WM auf 40 Mannschaften aufzustocken, kommentieren sollte. Im Mittelpunkt der Affäre stand Sepp Blatter, der sich von vielen Seiten Hohn und Spott ausgesetzt sah. Sein ehemaliger Mediendirektor Walter de Gregorio spaßte im Juni: "Der Sepp Blatter - der Fifa-Präsident -, sein Kommunikationschef und der Generalsekretär sitzen im Auto. Wer fährt? - Die Polizei!"

Viel besser sieht die Welt dagegen in Darmstadt aus: Nach dem sensationellen Durchmarsch von der 3. Liga in die Bundesliga gehörte der Aufsteiger in der Hinrunde zu den positiven Überraschungen. Und Darmstadts Trainer Dirk Schuster hatte immer einen guten Spruch auf den Lippen, egal ob der Gegner Heidenheim oder Borussia Dortmund hieß. "Wir hätten die Strafräume heute auch als Parkplätze vermieten können", erklärte Schuster nach einem ereignislosen 1:1 in der 2. Bundesliga gegen Heidenheim im April. Als dann im Fußball-Oberhaus das Auswärtsspiel beim BVB anstand, sagte er scherzhaft: "Die Spieler fahren nicht nach Dortmund, um im Fan-Shop Bettwäsche zu kaufen." Recht hatte er, die Lillien entführten einen Punkt aus dem Signal Iduna Park.

Im Herbst des Jahres entstand dann ein neuer Trend, als sich Jürgen Klopp bei seiner Vorstellung in Liverpool als "The Normal One" bezeichnete - in Anlehnung an "The Special One" Jose Mourinho. Wenig später sprang Stefan Effenberg, bei seiner ersten Pressekonferenz als Trainer des SC Paderborn, auf den Zug auf und erklärte, er sei "The New One". 

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