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"Unsinn"
Sportlotterie: Keine Millionenverluste im operativen Geschäft

Robert Harting entspannt unter Tisch
Robert Harting entspannt unter Tisch FOTO: afp, ab
Die Verantwortlichen der von Diskus-Olympiasieger Robert Harting mitinitiierten deutschen Sportlotterie haben Berichte zurückgewiesen, wonach ihre Lotterie zur Unterstützung deutscher Spitzenathleten Millionenverluste im operativen Geschäft machen würde. "Solche Aussagen sind schlicht und ergreifend Unsinn", sagte Gerald Wagener, Geschäftsführer der Lotterie.

Es sei zwar richtig, so Wagener, dass man die Ziele noch nicht erreicht habe. Allerdings hätten die Umsätze in den letzten Wochen durch Maßnahmen des Partners Lotto Hessen sehr stark angezogen, "sodass wir jetzt bei einer schwarzen Null stehen dürften", sagte Wagener.

Geschäftsführer Heinz-Georg Sundermann vom Partner Lotto Hessen ergänzte, dass es sich bei dem in der Öffentlichkeit genannten 3,8 Millionen Euro nicht um Verluste im operativen Geschäft, sondern im Wesentlichen um durch die Gesellschafter und deren Partner finanzierte Anlaufinvestitionen handele.

Wie Sundermann weiter erklärte, handele es sich bei dem in einem WDR-Bericht erwähnten Fehlbetrag um eine reine Bilanzposition, die durch Darlehen gedeckt sei. Die Gesellschafter und deren Partner hätten der Gesellschaft Darlehen zur Verfügung gestellt. Diese dürften aber erst zurückgezahlt werden, wenn die Lotterie ausreichend Überschüsse erwirtschaftet.

Bei der Deutschen Sportlotterie blickt man weiter zuversichtlich nach vorne. "Es wird uns gelingen, weitere Partner ins Boot zu holen. Idealerweise werden dies alle oder einzelne Gesellschaften des Deutschen Lotto-und Toto-Blocks sein, an die unser Angebot auf Mitwirken und Mitgestalten nach wie vor steht", hieß es in einer Mitteilung.

In einem TV-Bericht des WDR von Montagabend war bekannt gemacht worden, dass die Sportlotterie einen Fehlbetrag von 3,8 Millionen Euro aufweise, der nicht durch Eigenkapital gedeckt sei.

Desweiteren wurde berichtet, dass sich auch der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) eingeschaltet habe und beim Deutschen Lottoblock sowie bei den Ministerpräsidenten der Länder für die Erweiterung der Sportlotterie hin zu einer Olympialotterie werben würde. Zudem wolle Sportlotterie-Mitgesellschafter Philipp Lahm in dieser Sache ein Gespräch mit Bundeskanzlerin Angela Merkel suchen.

(sid)
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