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Russland
Sportminister: Medien bauschen Thema Doping zu sehr auf

Hintergrund: Meldonium - ein Doping-Renner in Russland
Hintergrund: Meldonium - ein Doping-Renner in Russland
Moskau. Der russische Sportminister Witali Mutko hat ein angebliches "Übergewicht" des Themas Doping in der Sportberichterstattung kritisiert. Russlands Erfolge bei internationalen Wettbewerben seien mit zielgerichteter Arbeit sowie mit den richtigen politischen Weichenstellungen und nicht mit Doping erzielt worden, sagte er am Samstag in Moskau.

"Wir haben den Rang einer Sportweltmacht zurückerobert, durch den Fleiß von Athleten und Trainern. Darauf wird keine Propaganda einen Schatten werfen", sagte Mutko. Der Vertraute von Präsident Wladimir Putin beklagte zudem eine "Skandalisierung" durch Medien. "Die Presse berichtet oft reißerisch über eine positive A-Probe, aber wenn die B-Probe negativ ist, ist das schon vergessen", meinte Mutko.

Russlands Leichtathletik ist derzeit nach Dopingenthüllungen suspendiert, seit Wochen gibt es quer durch alle Sportarten zahlreiche Fälle mit der seit diesem Jahr verbotenen Substanz Meldonium. Erst am Freitagabend hatte die russische Nachrichtenagentur Tass unter Bezug auf eine nicht namentlich genannte Quelle berichtet, auch die russischen Bahnradfahrer Anastasia Tschulkowa und Pawel Jakuschewski seien positiv auf die Substanz Meldonium getestet worden. Tschulkowa wurde 2012 in Melbourne Weltmeisterin im Punktefahren, Jakuschewski holte 2013 bei den Europameisterschaften in Apeldoorn Bronze im Teamsprint.

 

(dpa)
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