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Krise im Spitzensport
Sportwissenschaftler fordern Strukturreformen

Hamburg. Die deutsche Sportwissenschaft fordert bei der Reform des Leistungssports eine starke Mitsprache. "Wir haben eine Krise in der Struktur des deutschen Spitzensports", sagte Kuno Hottenrott, Präsident der Deutschen Vereinigung für Sportwissenschaft, am Mittwoch in Hamburg. "Die Strukturen jetzt bieten keine Zukunft." Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) und das Bundesinnenministerium arbeiten seit einem Jahr an einem Konzept zur Rückkehr in die Weltspitze. Allein die Forderung des Innenministeriums nach 30 Prozent mehr Medaillen greife zu kurz. "Die Medaillenbilanz kann nicht Ausgangspunkt einer Strukturreform sein", sagte Martin Lames, Lehrstuhlinhaber an der Fakultät für Sport- und Gesundheitswissenschaften München. Zunächst soll die Frage geklärt werden: Warum wollen und brauchen wir Spitzensport?

 

(dpa)
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