Rom: Golden-League-Meeting der Leichtathleten: Sprint-Weltmeister Greene und Marion Jones nicht zu schlagen
zuletzt aktualisiert: 30.06.2000 - 22:38Rom (dpa). Die Sprint-Weltmeister Marion Jones und Maurice Greene aus den USA waren am Freitag beim Golden-League-Meeting der Leichtathleten in Rom nicht zu schlagen. Marion Jones beeindruckte bei leichtem Rückenwind mit 10,91 Sekunden über 100 m. Sie lag damit deutlich vor der Französin Christine Arron, die in 10,99 Sekunden ebenfalls noch knapp unter der Elf-Sekunden-Marke blieb. Über 110 Meter Hürden gewann Olympiasieger Allen Johnson (Foto).
Ihr Landsmann Maurice Greene zeigte sich von seiner Niederlage in Athen gut erholt und rannte 9,97 Sekunden. Damit ließ er Ato Boldon aus Trinidad und Francis Obikwelu aus Nigeria, die jeweils in 10,00 gestoppt wurden, keine Chance.
Mit 68,22 m erzielte die Norwegerin Trine Hattestadeinen Weltrekord im Speerwerfen. Mit dem im vergangenen Jahr eingeführten neuen Gerät übertraf die Ex-Weltmeisterin die Marke der griechischen Weltmeisterin Mirela Tzelili (67,09 m) um gut einen Meter. Mit dem früheren Speer hatte Petra Felke (Jena) mit exakt 80,00 Meter den Weltrekord gehalten.
Die deutsche Jahresbestzeit von 1:45,75 Minuten über 800 m reichten Europameister Nils Schumann (Großgottern) in einem starken Feld nur zum sechsten Platz vor Nico Motchebon (Fürth/1:46,04). Der Algerier Djabir Said-Guerni rannte als Sieger 1:44,32 Minuten.
Im Dreisprung konnte Weltmeister Charles Friedek aus Leverkusen die 17-m-Marke nicht knacken. Mit 16,84 m im dritten Versuch blieb ihm nur der dritte Rang. Der Bulgare Rostislaw Dimitrow gewann mit 17,25 m vor dem Kubaner Yoelbi Quesada (16,87). Weltrekordler Jonathan Edwards aus Großbritannien lag als Vierter noch drei Zentimeter hinter Friedek.
Oliver-Sven Buder unzufrieden
Wenig zufrieden dürfte Oliver-Sven Buder die italienische Hauptstadt verlassen. Der Wattenscheider blieb im Kugelstoßen als Fünfter mit 19,86 m erneut unter seinen Möglichkeiten. Weltmeister Cottrell Hunter kassierte wie Ehefrau Marion Jones für 21,34 m eine satte Prämie.
Über 110 m Hürden schaffte Florian Schwarthoff in 13,47 Sekunden erstmals in diesem Jahr die Olympia-Norm des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV). Der 32 Jahre alte Olympia-Dritte von Atlanta wurde damit Vierter. Das Rennen gewann Olympiasieger Allen Johnson (USA), der in 13,19 Sekunden aber deutlich über der Weltbestzeit des Kubaners Anier Garcia (13,06) blieb.
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