Zabel trifft auf Rückkehrer Pantani: Sprinter fährt mit Selbstbewusstsein zur Valencia-Rundfahrt
zuletzt aktualisiert: 21.02.2000Berlin (dpa). Erik Zabel trifft bei der am Dienstag beginnenden Valencia-Rundfahrt auf "Rückkehrer" Marco Pantani. Während der Telekom-Sprinter aus Unna nach seinem dritten Saison-Erfolg am Sonntag bei der Trofeo Luis Puig in Benidorm mit einem Spurt-Sieg über Weltmeister Oscar Freire (Spanien) bereits genügend Selbstbewusstsein getankt hat, stellt die fünftägige Etappenfahrt für den Tour-de-France-Sieger von 1998 den Neubeginn nach einer langen Pause dar. Der italienische Radstar war am 9. Juni 1999 wegen eines zu hohen Hämatokritwertes als Spitzenreiter vom Giro d'Italia ausgeschlossen worden.
An Zabels Seite werden Rolf Aldag (Ahlen), Jörg Jaksche (Ansbach), Andreas Klöden (Berlin), die Italiener Gian-Matteo Fagnini und Giovanni Lombardi sowie Georg Totschnig (Österreich) und Alexander Winokurow (Kasachstan) ins Rennen gehen.
Die Vorbereitung war für Pantani nicht nach Wunsch verlaufen. Vier Tage konnte der Glatzkopf wegen einer Kehlkopfentzündung nicht trainieren. Sein Neubeginn wird begleitet von einer Expertise, die am Samstag der Staatsanwaltschaft von Bologna vorgelegt worden war. Das 50 Seiten umfassende Papier der Professoren Vittorio Rizzoli und Giovanni Meglioli soll Pantani vom Verdacht des Dopings entlasten. Offiziell ist vom Inhalt des Dossiers, das den Pantani-Anwälten am Montag zugehen sollte, noch nichts bekannt. Pantani, der in diesem Jahr den Giro, die Tour, die Spanien-Rundfahrt und bei Olympia in Sydney fahren will, hatte stets bestritten, mit dem Blut-Doping- Präparat Erythropoietin (EPO) manipuliert zu haben.
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