NOK stellt Eilantrag: Streit um Steuer-Nachmeldung geht weiter
zuletzt aktualisiert: 08.02.2006 - 11:42 Turin (rpo). Ingo Steuer ist am gestrigen Abend in Turin eingetroffen. Der Chemnitzer Paarlauf-Trainer mit Stasi-Hintergrund landete gemeinsam mit den von ihn betreuten Vize-Europameistern Aljona Savchenko und Robin Szolkowy am Turiner Flughafen. Empfangen wurden sie von einem Vertreter des Nationalen Olympischen Komitees für Deutschland und verließen den Flughafen durch einen Seitenausgang. Äußern wollten sie sich gegenüber den Medien nicht.
Das Organisationskomitee TOROC hatte am Dienstag die Nachmeldung Steuers durch das NOK akzeptiert, obwohl die offizielle Anmeldefrist am 27. Januar abgelaufen war. Entgegen seiner ursprünglichen Ankündigung erwägt das NOK nun doch noch den Gang vor den Internationalen Sportgerichtshof CAS oder vor die Ethik-Kommission des Internationalen Olympischen Komitees (IOC).
Das NOK hat den Fall Ingo Steuer auch nach der Ankunft des Stasi-belasteten Eiskunstlauf-Trainers in Turin noch nicht abgeschlossen und wird noch am Mittwoch einen Eilantrag beim Berliner Kammergericht stellen. NOK-Generalsekretär Bernhard Schwank: "Wir hoffen, dass es noch vor dem Wochenende zur Verhandlung kommt." Am Samstagabend müssen die von Steuer betreuten Paarlauf-Vizeeuropameister Aljona Savchenko und Robin Szolkowy beim Kurzprogramm erstmals in Turin aufs Eis.
Die Ad-hoc-Kommission des Obersten Sportschiedsgerichtes CAS wird das NOK dagegen nicht anrufen. NOK-Präsident Klaus Steinbach: "Wir hätten uns strafbar gemacht, wenn wir gegen die Entscheidung eines deutschen Gerichtes international vorgegangen wären."
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