Keine Bewertung vborgenommen: Streit zwischen DLV und Pippig erledigt
zuletzt aktualisiert: 07.08.2000 - 16:49Frankfurt/Main (sid). Das Schiedsgericht des Deutschen Sportbundes (DSB) hat am Montag in einer Pressemitteilung klargestellt, dass der Streit zwischen der im Juli 1999 für zwei Jahre gesperrten Marathon-Läuferin Uta Pippig und dem Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) endgültig zu den Akten gelegt worden ist. "Die Parteien stellen übereinstimmend fest, dass der Streit sich erledigt hat. Schadenersatzansprüche werden nicht gestellt", heißt es in dem Schreiben.
Eine Bewertung des Sachverhalts wurde vom DSB-Schiedsgericht nicht vorgenommen, damit wurde nach den widersprüchlichen Äußerungen vom Wochenende deutlich, dass die Dopingsperre der Berlinerin nicht annulliert worden ist. Dies hatte Uta Pippig am Samstag gegenüber der Presse mitgeteilt. Der DLV hatte dieser Darstellung energisch widersprochen.
Dem dreiköpfigen Schiedsgericht gehörten der Vorsitzende Richter Eike Ullmann, sein Karlsruher Kollege Gerhard von Lienen und Oberverwaltungsrichter Hans-Peter Rueß an. Die Kosten des Verfahrens einschließlich des schiedsgerichtlichen Verfahrens werden gegeneinander aufgehoben. Clemens Prokop, Vizepräsident Recht im DLV, schätzt, dass die Marathonläuferin, die aus ihrer Wahlheimat Boulder/US-Bundesstaat Colorado angereist war, dadurch "einige zehntausend Mark Verfahrenskosten" spart.
Uta Pippig war am 16. Juli 1999 vom DLV-Rechtsausschuss wegen der Einnahme der verbotenen Substanz Testosteron rückwirkend für zwei Jahre bis zum 22. April 2000 gesperrt worden. Sie hatte unter anderem argumentiert, das Absetzen der Anti-Baby-Pille habe ihren Hormonhaushalt durcheinander gebracht. Die 35 Jahre alte frühere Berlinerin wartet derzeit auf ihre Einbürgerung in den USA. Ihre Mitgliedschaft im DLV hat sie am 21. Oktober 1999 aufgekündigt.
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