Nach dem Doping-Skandal: Team-Telekom spricht sich frei
zuletzt aktualisiert: 13.06.2001 - 21:07Bonn (rpo). Die Sportler des Team Telekom sind nicht an dem Doping-Skandal beteiligt. Team-Sprecher Olaf Ludwig dementierte am Mittwoch gegenüber dem Sport-Informations-Dienst (sid) die Meldung, dass der Bonner Radrennstall nach der Doping-Razzia beim Giro d´Italia mit einem Ermittlungsverfahren rechnen müsse.
"Mir ist von einem Anschreiben nichts bekannt. Dafür gäbe es auch überhaupt keinen Grund", so der Olympiasieger von 1988. "Zwar wurden bei Jan Ullrich Asthma-Mittel gefunden, die auf der Doping-Liste stehen. Allerdings darf er diese laut Gesundheitspass schon lange zu sich nehmen." Der Tour-de-France-Sieger leidet bereits seit Jahren an einer Pollen-Allergie und Asthma, die ihm die Einnahme von Kortekoiden erlauben.
Neben den Asthma-Mitteln hatten Dopingfahnder außerdem Koffeintabletten bei Teamarzt Lothar Heinrich gefunden. Doch auch in diesem Fall sagt Ludwig: "Es ist bereits seit Tagen bekannt, dass bei Heinrich im persönlichen Waschbeutel Koffeintabletten gefunden wurden. Die hat er allerdings für sich gebraucht." Bereits am Wochenende hatte Heinrich den Gebrauch der Koffeintabletten mit dem Verweis auf einen Überseeflug begründet.
Die italienischen Doping-Fahnder ermitteln nach ihrer Razzia am vergangenen Donnerstag gegen insgesamt 86 Personen, darunter auch 50 bis 60 Radprofis. Laut Staatsanwalt Luigi Bocciolini beginnen die Anhörungen am Montag. Das italienische Fernsehen hatte am Dienstag berichtet, dass nur bei zwei Teams nichts gefunden wurde. "Ich gehe nicht davon aus, dass wir zu den zwei Mannschaften gehören", erklärte Ludwig, verwies allerdings darauf, dass die Verdächtigungen bereits aus dem Weg geräumt seien.
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