Kampfgeist neu geweckt: Tennis: Barbara Rittner will es noch mal wissen
zuletzt aktualisiert: 25.03.2002 - 12:27Key Biscayne (rpo). Trotz einer knappen Drei-Satz-Niederlage gegen die Südafrikanerin Amanda Coetzer beim WTA-Turnier in Key Biscayne schaut die deutsche FedCup-Spielerin Barbara Rittner positiv in die Zukunft und will an alte Zeiten anknüpfen.
Nach der 6:2, 3:6, 5:7-Niederlage in 2:17 Minuten gegen Coetzer zog die 28-Jährige zufrieden Bilanz: "Seit drei Wochen habe ich in Nick Marschand einen neuen Trainer. Ich habe hart gearbeitet und will es noch mal wissen."
Mit dem ehemaligen Coach des früheren Wimbledonsiegers und heutigen Daviscup-Kapitäns Michael Stich kehrte der Optimismus bei ihr zurück. Sie will in die Top 30 zurückkehren. Dort stand sie schon einmal im Februar 1993. Damals war sie immerhin an 24. Stelle der Weltrangliste notiert worden.
Gegen Amanda Coetzer waren Barbara Rittners Fortschritte nicht zu übersehen. "Ich war die dominantere Spielerin, ich habe aggressiv und offensiv agiert", so die Deutsche. Vor allem im ersten Satz spielte die gebürtige Krefelderin ihre Gegnerin beim 6:2 förmlich an die Wand. Zu Beginn des zweiten Durchgangs setzte Rittner ihre Taktik fort und führte bereits mit 3:1. Doch plötzlich riss der Faden bei der Leverkusenerin: "Vielleicht bin ich da vorsichtiger geworden. Vielleicht ist es bis dahin einfach zu gut gegangen." Rittner kämpfte sich noch mal ins Spiel zurück, hatte aber gegen ihre an Nummer 14 gesetzte Gegnerin Pech bei den wichtigen Ballwechseln. "Am Ende fehlte einfach das Glück. Sie hatte in den entscheidenden Situationen Netzroller oder Bälle exakt auf der Linie."
Als Ausgeschiedene befand sich Barbara Rittner in guter Gesellschaft: Jelena Dokic (Jugoslawien) und Meghann Shaughnessy (USA) verabschiedeten sich in Key Biscayne ebenfalls. Dokic, an Nummer 7 gesetzt, hatte beim unerwartet deutlichen 3:6, 1:6 gegen Anne Kremer (Luxemburg) kaum eine Chance, und die an Position zehn geführte Shaughnessy unterlag Marissa Irvin (USA) 6:4, 3:6, 4:6.
Die Top-Favoritinnen überstanden die 3. Runde indes unbeschadet: Die Weltranglisten-Erste Jennifer Capriati (USA) schlug Anastasia Myskina (Russland) nach schwacher Leistung mit 3:6, 7:5, 6:2. Die an Nummer zwei gesetzte Venus Williams (USA) profitierte von der Aufgabe der Argentinierin Mariana Diaz-Oliva beim Stand von 6:2, 1:0.
Favoriten-Stürze in der Herrenkonkurrenz
In der mit 3,575 Millionen Dollar dotierten Herren-Konkurrenz in Florida stürzten hingegen einige Favoriten. Der ungesetzte Adrian Voinea (Rumänien) düpierte mit einem 7:6 (8:6), 1:6, 6:2 den an Nummer zwei gesetzten Spanier Juan Carlos Ferrero. Für eine Überraschung sorgte auch der Schüttler-Bezwinger Gaston Gaudio (Argentinien), als er Sebastien Grosjean 7:6 (9:7), 4:6, 6:1 bezwang. Und auch der an Nummer drei gesetzte Russe Jewgeni Kafelnikow zog gegen den Chilenen Marcelo Rios mit 4:6, 6:7 (4:7) den Kürzeren.
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