Popp und Schüttler ausgeschieden: Tennis: Burgsmüller besiegt Kuerten in Stuttgart
zuletzt aktualisiert: 18.07.2002 - 20:29Stuttgart (rpo). Lars Burgsmüller steht als einziger deutscher Tennis-Profi im Viertelfinale des ATP-Turniers am Stuttgarter Weissenhof. Der Essener sorgte dabei für eine faustdicke Überraschung.
Burgsmüller besiegte den Vorjahressieger und Topfavoriten Gustavo Kuerten (Brasilien) mit 7:6 (7:5), 3:6 und 7:6 (7:4). "Wenn ich so spiele wie heute, rechne ich mir gute Chancen aus. Ich schätze diesen Erfolg sehr hoch ein", sagte Burgsmüller. "Gustavo ist der beste Ranglisten-Spieler, den ich je geschlagen habe, und dann auch noch auf seinem besten Belag."
In der Runde der besten acht trifft Burgsmüller auf den Rumänen Andrej Pavel, der sich gegen Julien Boutter (Frankreich) 6:2, 6:1 durchsetzte. Kuerten hatte sein wegen des Dauerregens der vergangenen Tage verschobenes Erstrundenmatch noch in den Knochen. "Es ist schon hart, zwei Spiele an einem Tag zu spielen", meinte der Publikumsliebling. Nach einer Hüftoperation im Februar ist Kuerten noch nicht in der Form des vergangenen Jahres, als er die French Open gewann. "Es lag auch ein bißchen an mir, dass er ein paar Bälle verzogen hat", meinte Burgsmüller. Der 26-Jährige gewann in diesem Jahr bereits das ATP-Turnier in Kopenhagen, musste aber fast drei Monate verletzt aussetzen.
Der 26-Jährige Burgsmüller, der in diesem Jahr bereits das ATP-Turnier in Kopenhagen gewonnen hat, verhinderte bei der mit 475 000 Dollar dotierten Veranstaltung das komplette Aus der deutschen Tennisprofis. Zuvor waren Rainer Schüttler (Bad Homburg) und Alexander Popp (Mannheim) ausgeschieden. Schüttler unterlag in seiner unterbrochenen Erstrundenpartei gegen den Spanier Alberto Martin 7:6 (7:4), 2:6, 3:6, Popp scheiterte im Achtelfinale an Martins Landsmann Tommy Robredo 6:7 (4:7), 3:6.
Schüttler verliert Auftaktmatch
Schüttler verlor in der Schwabenmetropole wie bereits im Vorjahr sein Auftaktmatch. "Das war schon eine ärgerliche Niederlage", sagte der 26-Jährige. "Ich hatte im dritten Satz viele Chancen, konnte sie aber nicht nutzen. Es war hart, gegen Alberto zu spielen, vor allem, weil der Boden und die Bälle sehr nass und schwer waren. Ich habe es gern etwas schneller", erklärte der gebürtige Nordhesse. Die deutsche Nummer zwei bestreitet nun in der kommenden Woche in Kitzbühel sein nächstes Sandplatz-Turnier, ehe die Hartplatzsaison in den USA beginnt.
Rasenspezialist Popp zog sich im ersten Satz gegen den an Nummer acht gesetzten Tommy Robredo gut aus der Affäre. "Er gehört auf Sand zu den besten Spielern, ausgelacht hat er mich jedenfalls nicht", sagte Popp, der beim 5:4 sogar zum Satzgewinn aufschlug. Doch der Spanier nutzte seine Routine auf Sand und entschied den Tiebreak mit 7:4 für sich.
Glück mit dem Wetter am Donnerstag
"Wenn man gegen so einen Spieler seine Chancen nicht nutzt, gewinnt man das Spiel nicht", erkannte Popp. Gleich zu Beginn des zweiten Durchgangs schaffte Robredo zwei Breaks und zog mit einem 6:3 in die Runde der letzten acht ein. Dort trifft er auf den an Nummer eins gesetzten Jiri Novak. Der Tscheche gewann gegen Fernando Meligeni 6:0 und 6:2.
Nach dem Dauerregen der vergangenen vier Tage hatten die Stuttgarter Veranstalter endlich Glück mit dem Wetter. Der aus den Fugen geratene Zeitplan konnte einigermaßen wieder aufgeholt werden. Titelverteidiger Kuerten gehörte zu den Spielern, die gleich zwei Mal an einem Tag auf den Platz mussten. Angesichts der günstigen Wetterprognosen soll das Finale des 86. Weissenhof-Turniers wie geplant am Sonntag stattfinden.
Kohlmann in Amersfoort raus
Michael Kohlmann aus Hagen ist beim ATP-Turnier im niederländischen Amersfoort im Achtelfinale ausgeschieden. Der 28-Jährige unterlag dem an Nummer zwei gesetzten Argentinier Juan Ignacio Chela mit 7:5, 2:6 und 2:6.
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