Niederlagen für Schüttler und Burgsmüller - Sieg für Huber: Tennis: Haas hofft weiter auf Start bei US Open
zuletzt aktualisiert: 15.08.2000 - 21:27Washington (dpa). Daviscup-Spieler Thomas Haas gibt den Kampf um eine Teilnahme an den in zwei Wochen beginnenden US Open sowie den anschließenden Olympischen Spielen nicht auf. Vier Wochen nach seiner verletzungsbedingten Aufgabe beim ATP-Turnier in Stuttgart hat der 22-Jährige nach Auskunft seines Vaters am Montag in seiner Wahlheimat Florida erstmals wieder auf dem Tennisplatz gestanden und richtig trainiert. In den vergangenen Wochen musste sich Thomas Haas mit einem Muskelaufbautraining für seinen verletzten Rücken begnügen.
Der Weltranglisten-40. plane weiterhin fest mit einem Start bei den US Open (28. August bis 10. September) in New York sowie beim olympischen Turnier in Sydney, sagte Peter Haas am Dienstag. In New
York wird der derzeit zweitbeste deutsche Spieler nach Nicolas Kiefer allerdings mit großer Wahrscheinlichkeit ohne Spielpraxis antreten müssen. Denn ein kurzfristiger Turnierstart in der kommenden Woche sei nicht vorgesehen.
Thomas Haas will sich lieber in der verbleibenden Zeit bis zum Beginn des letzten Grand-Slam-Turniers des Jahres konsequent mit seinem Trainer Raul Ordonez in Florida vorbereiten. "Wenn Tommy körperlich fit ist, ist er auch schnell wieder im Spiel", bekundete Peter Haas Gelassenheit hinsichtlich eines möglichen "Kaltstarts".
Daviscup-Kollege Rainer Schüttler, gegen den Haas in Stuttgart im Achtelfinale vorzeitig verletzt aufgegeben hatte, verabschiedete sich unterdessen wie Lars Burgsmüller (Essen) beim Hartplatzturnier in Washington bereits in der ersten Runde. Der 24-jährige Bad Homburger verlor sein Auftaktmatch bei dem mit 700 000 Dollar dotierten Turnier am Montag (Ortszeit) mit 4:6, 4:6 gegen den Italiener Andrea Gaudenzi. Burgsmüller musste sich dem Tschechen Jiri Vanek mit dem gleichen Resultat geschlagen geben.
Nicolas Kiefer, der im Champions Race auf Rang 27 beste deutsche Profi, trifft in Washington nach einem Erstrunden-Freilos auf den Argentinier Guillermo Coria. Erstrundengegner von David Prinosil (Amberg) ist der Tscheche Martin Damm.
Beim mit 1,08 Millionen Dollar hoch dotierten und hochkarätig besetzten WTA-Turnier in Montreal erwischte Anke Huber nach ihrer Spielpause wegen einer Armverletzung gleich im doppelten Sinn einen guten Start. Mit ihrer Partnerin Barbara Schett aus Österreich besiegte Anke Huber die Französinnen Amelie Cocheteux/Nathalie Dechy am Montag in der ersten Runde mit 6:3, 6:3. Im Einzel bezwang die Weltranglisten-Neunte aus Karlsdorf am Dienstag die 1,60 m kleine und in der Rangliste 37 Plätze schlechter eingestufte Sarah Pitkowski (Frankreich) nach einem Kraftakt mit 4:6, 6:1, 6:4. Huber beendete die Partie, in der ihr zehn Doppelfehler unterliefen, mit dem zweiten Matchball nach 2:05 Stunden.
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