Mirnyi bezwingt Sampras in 66 Minuten: Tennis: Haas steht im Halbfinale
zuletzt aktualisiert: 19.10.2001 - 23:18Stuttgart (rpo). Thomas Haas ist nicht zu stoppen. Im fünften Anlauf hat der beste deutsche Tennisprofi durch ein mühevolles 2:6, 6:3, 6:4 gegen den Briten Tim Henman erstmals das Halbfinale des Stuttgarter ATP-Turniers der Masters Series erreicht. Vor 6000 begeisterten Zuschauern feierte der 23-jährige Hamburger am Freitagabend schon seinen achten Matchgewinn in Folge.
Gegner von Haas im Halbfinale am Samstag (ab 14.00 Uhr) ist US-Open-Sieger Lleyton Hewitt. Der an Nummer drei gesetzte Australier bezwang Titelverteidiger Wayne Ferreira aus Südafrika mit 6:7 (5:7), 6:3, 6:2 und revanchierte sich damit für die Endspielniederlage vom Vorjahr. Das erste Semifinale ist am Samstag ein Ost-Duell zwischen dem Russen Jewgeni Kafelnikow und Max Mirnyi aus Weißrussland. Kafelnikow schaltete den Schweden Thomas Enqvist aus; Qualifikant Mirnyi servierte "Pistol-Pete" Sampras ebenfalls in zwei Sätzen ab.
"Ich muss gegen Tim die Big Points machen und mein bestes Tennis zeigen", hatte der neue Weltranglisten-Zehnte Haas schon vor dem Match geahnt. Doch die entscheidenden Punkte machte zunächst Wimbledon-Halbfinalist Henman. Der in Florida lebende Hamburger gab gleich sein erstes Aufschlagspiel ab - der erste Satz war früh entschieden. Im zweiten Durchgang steigerte sich Haas zwar, aber auch Henman spielte einige spektakuläre Bälle. Im dritten Akt riss sich der DTB-Solist zusammen und die Fans des öfteren zu Freudenstürmen hin. Die zusätzlichen Punkte für das Champions Race hat Haas auch bitter nötig, denn nur die acht besten Tour-Profis buchen die Tickets für den Masters Cup Mitte November in Sydney.
Nach 66 Minuten war Sampras k.o. und für Favoritenschreck Mirnyi alles o.k. Der beste Tennis-Spieler aller Zeiten verlor gegen Underdog mit 4:6, 2:6 und musste die Hoffnung auf seinen ersten Turniersieg in dieser Saison erneut begraben. Nicht der 13-malige Grand-Slam-Gewinner Sampras, sondern der 1,96-m-Recke aus Minsk durfte den Applaus der rund 6000 Zuschauer in der Schleyer-Halle genießen. "Ich hatte einen tauben Arm und habe mich nicht gut gefühlt. Es hat keinen Spaß gemacht", entschuldigte sich Sampras, war aber ein fairer Verlierer: "Ich möchte die Leistung von Max aber nicht schmälern. Er hat super gespielt.
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