ATP-Turnier in Montreal: Tennis: Haas weiter - Kiefer raus
zuletzt aktualisiert: 01.08.2001 - 20:04Montreal (rpo). Beim ATP-Turnier von Montreal hat Tommy Haas nach einem Zwei-Satz-Sieg über den Kroaten Ivan Ljubicic das Achtelfinale erreicht. Sein Daviscup-Kollege Nicolas Kiefer musste hingegen nach einer Drei-Satz-Niederlage gegen Fabrice Santoro (Frankreich) die Taschen packen.
In seinem Zweitrunden-Match bei der mit 2,95 Millionen Dollar dotierten und zur Masters-Serie zählenden Veranstaltung besiegte Haas den kroatischen Qualifikanten Ljubicic mit 7:6 (8:6) und 6:4. In der Runde der letzten 16 trifft der 23-Jährige auf Jerome Golmard aus Frankreich.
Für Nicolas Kiefer kam dagegen das Aus. Der 24-Jährige aus Holzminden gewann gegen Fabrice Santoro zwar den ersten Satz 6:4, zog dann aber mit 4:6, 3:6 gegen den Franzosen den Kürzeren und schied nach 2:28 Stunden aus. In der ersten Runde hatte Kiefer den an Nummer zwölf gesetzten Schweden Thomas Enqvist 6:2, 7:5 bezwungen.
Haas musste sich gegen den Überraschungssieger vom Vortag mehr ins Zeug legen, als ihm lieb war. Neben der brütenden Hitze setzte ihm vor allem im ersten Satz sein bis zum Erfolg über Agaasi wenig in Erscheinung getretener Kontrahent erheblich zu. Erst mit 8:6 im Tiebreak holte sich der deutsche Daviscup-Spieler den hart umkämpften Satz. Im zweiten Durchgang kontrollierte der Hamburger seinen Gegner sicher; er brachte gegen den kräftemäßig nachlassenden Kroaten bei eigener 5:4-Führung seinen Aufschlag zu null durch und durfte jubeln.
Ljubicic hatte tags zuvor gegen Turnier-Favorit Andre Agassi eine Sternstunde erlebt und dem hoch gehandelten US-Star nur 48 Stunden nach dessen strahlendem Triumph in Los Angeles eine Bauchlandung verpasst. Denn nach den Siegen über Gustavo Kuerten und Pete Sampras flog Agassi gleich zum Masters-Auftakt gegen den Qualifikanten aus Kroatien aus dem Wettbewerb. Die 2:6, 4:6-Niederlage der Nummer 1 im Champions Race erhöhte zugleich Haas´ Chancen, dem nach dem 6:3, 6:4 über den Spanier Alex Calatrava das Duell mit Agassi erspart blieb. Diese Gelegenheit ließ sich "Tommy" dann am Mittwoch nicht entgehen.
Agassi schaffte es nicht, sich auf die Bedingungen in Montreal einzustellen. "Das war hier anderer Sport. Jedes Mal, wenn ich das Tempo erhöhte, hatte ich Angst, ich könnte den Ball sieben Meter ins Aus setzen. In Los Angeles waren die Bälle langsamer und sprangen höher ab. Hier kamen sie schneller und flacher", erklärte Agassi: "Ich hätte gern etwas mehr Vorbereitungszeit gehabt. Aber das ist kein Wunschkonzert." Auf seine schwangere Lebensgefährtin Steffi Graf angesprochen, meinte Agassi: "Es geht ihr gut. Ich freue mich sehr darauf, Vater zu werden. Das ist schon lange ein Traum von mir."
Nach dem Aus von Agassi, Titelverteidiger Marat Safin und Olympiasieger Jewgeni Kafelnikow aus Russland sowie den Absagen von Sampras und French-Open-Finalist Alex Corretja fehlen bereits einige große Namen im Feld der mit 2,95 Millionen Dollar dotierten Veranstaltung. French-Open-Gewinner Gustavo Kuerten entging diesem Schicksal nur knapp. Der Brasilianer gewann nach verlorenem ersten Satz noch 4:6, 6:4, 6:3 gegen Ronald Agenor aus Haiti. Der mittlerweile 36-Jährige hatte sich durch die Qualifikation gespielt.
San Diego: Kurnikowa Comeback mit Niederlage
Beim WTA-Turnier in San Diego kämpfte sich Marlene Weingärtner mit 7:6 (7:4), 1:6, 7:6 (7:2) über die Usbekin Iroda Tuljaganowa in die 2. Runde. Hier trifft die Heidelbergerin auf die Russin Elena Dementiewa. Dabei ist auch noch Jana Kandarr. Die Weltranglisten- Erste Martina Hingis aus der Schweiz startete mit einem problemlosen 6:1, 6:4 über Lilia Osterloh (USA) in die Hartplatz-Saison.
Für Anna Kurnikowa war das Comeback im Einzel schnell beendet. Nach fünfmonatiger Pause wegen eines Ermüdungsbruchs im Fuß scheiterte der russische Publikumsliebling mit 7:6 (7:1), 1:6, 3:6 an der Australierin Nicole Pratt.
Die neuesten Nachrichten und Berichte aus Politik, Wirtschaft, Panorama, Sport,
Kultur, Gesellschaft, Wissenschaft, Multimedia, Auto,
Reise und Beruf - im Archiv auch gratis recherchierbar. Dazu die besten Bilder,
Live-Ticker, Kolumnen und Hintergrundberichte.











