ATP- und WTA-Turniere: Tennis: Hingis siegt auch ohne Mutter Melanie
zuletzt aktualisiert: 12.04.2001 - 12:06Neuss (rpo). Die Weltranglistenerste Martina Hingis kann auch ohne Mutter und Trainerin Melanie Molitor siegen. Beim WTA-Turnier in Amelia Island war sie erstmals seit 20 Monaten bei einem Match ihrer Tochter nicht dabei. Doch das schien Hingis offenbar wenig zu beeindrucken, die Schweizerin gewann locker 6:2, 6:1 gegen die Spanierin Virginia Ruano Pascual.
"Anfangs war ich ein bisschen nervös, weil die Sache beim letzten Mal ziemlich daneben gegangen ist", sagte Martina Hingis. 1999 hatte sie in Wimbledon in Abwesenheit ihrer Mutter gegen die Australierin Jelena Dokic in der ersten Runde verloren. "Es ist eine ganz andere Situation als damals, denn ich bin inzwischen ja auch zwei Jahre älter geworden. Außerdem ist es manchmal sicherlich gut, ein bisschen Distanz so haben."
Für zwei der Favoritinnen war das Turnier dagegen schnell beendet. Die an Nummer zwei gesetzte Spanierin Conchita Martinez verabschiedete sich gegen die Italienerin Silvia Farina Elia sang- und klanglos 4:6, 1:6. Die an Nummer fünf eingestufte Französin Mary Pierce, seit ihrem Erfolg bei den French Open 2000 dauerverletzt, trat wegen einer erneuten Blessur gar nicht erst an.
In Estoril verblüffte Jana Kandarr die Konkurrenz mit einem 6:3, 7:5-Sieg über die an Nummer zwei gesetzte Bulgarin Magdalena Maleewa. Die in Halle an der Saale geborene 24-Jährige machte den Viertelfinaleinzug in 85 Minuten perfekt. In der Runde der letzten Acht trifft sie auf Tathiana Garbin (Italien) oder Janette Husarova (Slowakei).
Eine kleine Revanche für die Auftaktniederlage am Dienstag gegen Denisa Chladkova (Tschechien) gelang Titelverteidigerin Anke Huber. An der Seite der Slowakin Tina Pisnik gewann die Karlsdorferin 7:6 (8:6), 7:6 (7:3) gegen Rosa Maria Andres/Tatjana Putschek (Spanien/Weißrussland) und steht damit im Halbfinale der Doppel-Konkurrenz.
In Marokko verabschiedete sich auch Knippschild nach seinen schon zum Auftakt gescheiterten Kollegen Rainer Schüttler (Bad Homburg), Christian Vinck (Halle/Westfalen) und Markus Hantschk (München). Der deutsche Daviscupspieler aus Oberhausen verlor im Achtelfinale 0:6, 3:6 gegen den argentinischen Qualifikanten Guillermo Canas.
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