Bei den German Open: Tennis in Berlin: Barna weiter - Weingärtner gibt verletzt auf
zuletzt aktualisiert: 07.05.2002 - 09:36Berlin (rpo). Der anfällige Rücken hat Marlene Weingärtner einmal mehr im Stich gelassen, starke Nerven halfen Anca Barna dagegen in die zweite Runde: Für die vier deutschen Tennisdamen haben die 95. German Open in Berlin mit Licht und Schatten begonnen.
Marlene Weingärtner musste ihr Erstrundenmatch gegen die Schweizer Jugend- Europameisterin Marie-Gaianeh Mikaelian am Montag beim Stand von 3:6, 0:1 aufgeben, zuvor biss sich Anca Barna gegen die höher eingestufte Italienerin Rita Grande in 2:32 Stunden mit 4:6, 6:2, 7:6 (12:10) durch. Die dank einer Wild Card ins Hauptfeld gerutschte Nürnbergerin trifft nun auf die Italienerin Silvia Farina Elia oder die Slowakin Katarina Srebotnik.
"Ich dachte, dass es durch Kampfgeist irgendwie geht, aber Tennis macht es nur noch schlimmer", schilderte Marlene Weingärtner ihre Probleme im Lendenwirbelbereich. "Man macht den Fehler, sich nicht die Zeit zu nehmen und sich auf die Gesundheit zu konzentrieren." Dies will die 22-Jährige nun in den verbleibenden knapp drei Wochen bis zu den French Open tun, um ihren Start nicht zu gefährden.
Seit den Australian Open nur drei Matches gewonnen
Die Einsicht, dass der Doppel-Einsatz im Fedcup vor gut einer Woche und der folgende Turnierstart in Hamburg das Problem nur verschlimmert haben, könnte möglicherweise zu spät kommen. Die Achtelfinalistin der Australian Open hat seitdem nur noch drei Begegnungen gewonnen und ist in der Weltrangliste wieder auf Platz 72 abgerutscht. Schon in Amelia Island hatte Marlene Weingärtner, in der Weltrangliste nur noch drittbeste Deutsche hinter der Hannoveranerin Martina Müller und Barbara Rittner (Leverkusen), verletzt aufgeben müssen.
Die an Nummer 73 geführte Anca Barna kämpfte sich in einem Nerven aufreibenden Auftaktmatch als erste Deutsche in die zweite Runde. Die 24 Jahre alte gebürtige Rumänin verwandelte in einer typischen Sandplatz-Begegnung mit schier endlosen Grundlinienduellen erst ihre fünfte Chance zum Sieg, nachdem sie ihrerseits zwei Matchbälle abgewehrt hatte. "So lange ging es noch nie. Ich hätte genauso gut verlieren können. Am Ende hatte ich auch ein bisschen Glück", kommentierte Anca Barna den vierten Erfolg im sechsten Duell gegen die 34. der Weltrangliste.
Roesch sorgt für Überraschung
Qualifikantin Angelika Roesch hat bei den German Open der für eine große Überraschung gesorgt. Die 125. der Weltrangliste gewann am Montag 6:4, 1:6, 7:5 gegen die Olympia-Zweite Jelena Dementiewa aus Russland, die in der Rangliste an Nummer 15 geführt wird.
Als letzte deutsche Akteurin greift am Dienstag Martina Müller ein. Die 19-Jährige trifft auf Rosanna Neffa-de los Rios aus Paraguay.
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