ATP-Rasenturnier in Halle/Westfalen: Tennis: Kiefer, Prinosil und Popp in Runde zwei
zuletzt aktualisiert: 10.06.2002 - 17:58Halle/Westfalen (rpo). Beim Tennis-Rasenturnier in Halle gelang Nicolas Kiefer (Hannover), Alexander Popp (Mannheim) und David Prinosil (Amberg) der Sprung ins Achtelfinale. "Kiwi" trifft in Runde zwei auf den Wimbledon-König Pete Sampras.
Kiefer besiegte den Essener Lars Burgsmüller, mit dem zusammen er beim Arag World Team Cup im Mai in Düsseldorf für Deutschland angetreten war, mit 6: 2, 6:2 und trifft nun auf den siebenmaligen Wimbledon-Champion Pete Sampras (USA/Nr. 4) oder den Russen Andrei Stoljarow. Popp spielt nach dem 7:5, 6:3 gegen den rumänischen Qualifikanten Razvan Sabau im Achtelfinale gegen den an Nummer sieben gesetzten Spanier Carlos Moya oder den Österreicher Stefan Koubek.
Kiefers Daviscup-Teamkollege Prinosil, der das in diesem Jahr zum zehnten Mal stattfindende Rasenturnier im Jahr 2000 gewonnen hatte, feierte nach lange verletzungsbedingter Durststrecke mit dem 7:6 (7:5), 6:3 gegen den Schweden Magnus Norman endlich wieder ein Erfolgserlebnis. Prinosil hatte diesmal in Halle sogar die Qualifikation bestreiten müssen.
Ein deutsches Duell im Achtelfinale verhinderte der an Nummer zwei hinter dem Russen Jewgeny Kafelnikow gesetzte Roger Federer. Der Schweizer hatte freilich beim 6:7 (5:7), 6:3, 6:4 gegen Lokalmatador Hendrik Dreekmann, der nach zweijähriger Pause in gewohnter Umgebung sein Comeback feierte, mehr Mühe als ihm lieb war. Federer muss nunmehr gegen Prinosil antreten.
Nicolas Kiefer, seit Monaten in der sportlichen Krise, feierte mit dem Erfolg gegen Burgsmüller erst den fünften Sieg in seinem 22. Einzel des Jahres. Zuletzt hatte der 24-Jährige beim Arag World Team Cup sein erstes Einzel gegen den Russen Marat Safin gewonnen, danach aber gegen den Briten Tim Henman, den späteren French-Open-Champion Albert Costa und in der ersten Runde der French Open gegen dessen spanischen Landsmann Alex Calatrava erneut drei Matches in Folge verloren.
Alexander Popp, 2000 im Viertelfinale von Wimbledon, hat ebenfalls eine lange Leidenszeit hinter sich. Geschwächt vom Pfeifferschen Drüsenfieber war er im Vorjahr in Halle bereits in der ersten Runde sang- und klanglos an dem Franzosen Fabrice Santoro gescheitert und hatte anschließend sogar das Ende seiner Karriere in Erwägung gezogen.
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