Abschied von Messe steht bevor: Tennis: Leipziger Turnier bis 2006 gesichert
zuletzt aktualisiert: 01.10.2001 - 12:09Leipzig (rpo). Das Leipziger Tennisturnier ist nach der Verlängerung des Vertrags mit dem Titelsponsor auch für die kommenden fünf Jahre gesichert. In der abgelaufenen Woche wurde sogar der Zuschauerrekord gebrochen.
33.072 Zuschauer, 1.272 mehr als vor einem Jahr, verfolgten bis zum Finale am Sonntag die Spiele auf der Neuen Messe, wo der Sparkassencup aller Voraussicht nach zum letzten Mal gastierte. "Wir gehen davon aus, dass im kommenden Jahr in der neuen Mehrzweckhalle gespielt wird", sagte Turnierdirektor Ivan Radosevic. Eine europäische Abordnung der Women´s Tennis Association (WTA) gab nach einer Besichtigung in der vorigen Woche bereits "Grünes Licht". Ende des Jahres wird von amerikanischen Inspektoren das endgültige Okay erwartet.
Die für das Deutsche Turnfest 2002 errichtete Arena hat viele Vorteile. Sie befindet sich im Leipziger Zentrum und bietet beim Tennis 7.000 bis 8.000 Zuschauern Platz. Nebenhallen am Zentralstadion sollen künftig für die Trainingsplätze genutzt werden. "Wir wurden schon bei der Konzeption der Halle gefragt, was für ein Tennisturnier notwendig wäre", berichtete Radosevics Amtskollege Henner Ziegfeld. "Vieles davon wurde beim Bau berücksichtigt." Auch die Stadt Leipzig macht sich für ein neues Zuhause des Turniers stark. "Die Stadt hat sich vertraglich das Recht zugesichert, in jedem Jahr vier Groß- Veranstaltungen in der Halle durchzuführen, ohne dafür Mietkosten bezahlen zu müssen", sagte Sportdezernent Holger Tschense.
Im Gegenzug für das städtische Engagement rühren die Turnier- Organisatoren kräftig die Werbetrommel für Leipzigs Olympia-Pläne. Radosevic und Ziegfeld trugen in der Turnierwoche demonstrativ die grünen Olympia-Pins am Jackett, die potenziellen Bewerber waren in der Halle mit einem eigenen Stand vertreten. "Die neue Halle nennen wir schon Olympia-Halle, denn die Sachsen geben mit ihrer Bewerbung richtig Gas", so Radosevic. "Wir sind froh, wenn unser Turnier als Marketinginstrument für die Olympia-Bewerbung genutzt werden kann."
Sportlich gesehen soll das mit 565.000 Dollar dotierte WTA-Turnier in den kommenden Jahren weiter an Wert gewinnen. Nach den Absagen von Serena Williams (USA) und Justine Henin (Belgien) schlugen in diesem Jahr mit Siegerin Kim Clijsters (Belgien) und Halbfinalistin Nathalie Tauziat (Frankreich) nur noch zwei Spielerinnen aus den Top Ten der Weltrangliste in Leipzig auf. Zudem verabschiedete sich Anke Huber (Karlsdorf) als die letzte deutsche Spielerin schon im Achtelfinale. Genauso wie Anna Kurnikowa, um deren Comeback viel Wirbel gemacht wurde. Es spricht für das fachkundige Publikum, dass die Halle auch an den Tagen nach dem "Aus" der attraktiven Russin gut gefüllt war.
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