Drei Deutsche in Runde zwei: Tennis: Martina Müller gewinnt Auftaktmatch in Berlin
zuletzt aktualisiert: 07.05.2002 - 16:50Berlin (rpo). Fedcup-Spielerin Martina Müller hat bei den German Open in Berlin die zweite Runde errreicht. Sie besiegte Rossana Neffa-de los Rios aus Paraguay mit 7:5, 6:1.
In der zweiten Runde trifft sie auf die Weltranglistenachte Justine Henin (Belgien). Nach einem eher mühsamen Start bei unangenehmen äußeren Bedingungen und Temperaturen um nur zehn Grad gewann die 19-Jährige Hannoveranerin ihr Auftaktmatch letztlich souverän in 65 Minuten. "Es ist immer schwierig, ins Turnier zu kommen", sagte Müller, die sich nun "auf das Duell mit Henin freut": "Ein neuer Tag, ein neues Match, ich werde fighten."
Damit steht bei der mit 1,22 Millionen Dollar dotierten Traditionsveranstaltung ein deutsches Trio in der zweiten Runde. Bereits am Montag hatten Angelika Roesch (Berlin) und Anca Barna (Nürnberg) an der Hundekehle gewonnen.
Ohne Mühe qualifizierte sich auch Altmeisterin Arantxa Sanchez aus Spanien für die zweite Runde. In einer einseitigen Partie setzte sich die ehemalige Weltranglistenerste mit 6:4, 6:1 gegen die Slowenin Tina Pisnik durch.
Einen mäßigen Start in die europäische Sandplatzsaison erwischte die französische "Diva" Mary Pierce, die nach einer langen Pause wegen einer chronischen Entzündung der Lendenwirbelsäule ein Comeback versucht. Die 27 Jahre alte French-Open-Gewinnerin 2000 zeigte bei ihrem 6:1, 7:5-Auftakt gegen die argentinische Qualifikantin Mariana Diaz-Oliva gewohnte Schlaghärte, kam jedoch in große Schwierigkeiten, sobald sie von der biederen Gegnerin ins Laufen gebracht wurde.
"Wieder gesund zu sein und mitspielen zu können, tut gut. Ich habe die Fähigkeiten, um auch wieder ganz oben mitzuspielen", sagte die inzwischen auf den 195. Platz der Weltrangliste abgerutschte Pierce. Bereits in der zweiten Runde dürfte die Hürde für sie deutlich höher werden. Dort trifft sie auf die an Position sechs gesetzte Jugoslawin Jelena Dokic. Übertriebene Ziele hat sich Pierce nicht gesetzt. "Wir wollen alle gewinnen. Aber mir geht es auch darum, die Zeit auf und neben dem Platz zu genießen. Ich will immer etwas Neues lernen", sagte die Berlin-Finalistin von 1997.
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