Masters-Turnier soll in Stuttgart bleiben: Tennis: Wildcard für Tommy Haas in Stuttgart
zuletzt aktualisiert: 11.10.2000 - 15:53Stuttgart (dpa). Mit dem Holzmindener Nicolas Kiefer sowie dem frisch gebackenen Olympia-Zweiten von Sydney, Thomas Haas (Hamburg), feiert die in diesem Jahr neu geschaffene Tennis-Masters-Serie vom 30. Oktober bis zum 5. November ihre Premiere in der Stuttgarter Schleyer-Halle. "Wir haben von der Besetzung her das beste Turnier der Welt", erklärte Turnierdirektor Markus Günthardt am Mittwoch in Stuttgart. Dabei haben die im so genannten Champion Race der ATP-Tour führenden 38 Profis, die sich direkt für das Hauptfeld qualifizieren können, sämtlichst für das einstige Super-9-Turnier gemeldet.
Allerdings war Haas auf eine Wildcard vom Veranstalter angewiesen, um direkt im Hauptfeld starten zu dürfen. Neben dem Hamburger und Kiefer dürfen sich aus dem deutschen Lager auch David Prinosil (Amberg), Alexander Popp (Mannheim) oder Rainer Schüttler (Bad Homburg) Hoffnungen auf eine der drei weiteren Wildcards machen. "So prominente Spieler wie der Brite Greg Rusedski oder der Spanier Carlos Moya müssen nach dem aktuellem Stand in die Qualifikation, aus der sechs Spieler ins Hauptfeld kommen", sagte Günthardt.
"1999 habe ich in Lyon ein Superturnier gespielt, unter anderem auch den aktuellen US-Open-Sieger Marat Safin geschlagen. Doch dort bekomme ich weniger Punkte, als wenn ich hier in Stuttgart beim Masters eine Runde gewinne", verdeutlichte Schüttler den hohen Stellenwert, den das Turnier bei den Spielern genießt.
Unterdessen geht Klaus Heldmann, Geschäftsführer der Stuttgarter Messe- und Kongressgesellschaft davon aus, dass das Masters-Turnier auch im kommenden Jahr in Stuttgart gespielt wird. "Es geht nur noch um Formalien", sagte er. Auch Günthardt glaubt an ein Verbleiben des Standorts Stuttgart und erteilte den seit Jahren kursierenden Gerüchten, Turnierpromotor Ion Tiriac wolle das Masters-Turnier nach Asien verlagern, eine Absage: "Ion Tiriac fliegt lieber 50 Mal nach Stuttgart als fünf Mal nach Hongkong."
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