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Tennis
Zverev, Brown und Mayer im Achtelfinale von Halle

Porträt: Alexander Zverev: Deutschlands große Tennis-Hoffnung
Porträt: Alexander Zverev: Deutschlands große Tennis-Hoffnung FOTO: dpa, jrp ks
Halle/Westfalen. Tennis-Hoffnung Alexander Zverev, Publikumsliebling Dustin Brown und der lange verletzte Routinier Florian Mayer haben beim Rasenturnier im ostwestfälischen Halle für einen verheißungsvollen Auftakt gesorgt. Das Trio zog am ersten Tag der Wimbledon-Generalprobe ins Achtelfinale ein.

Zverev (18) gewann bei seinem Debüt in Halle das Generationenduell gegen den finnischen Qualifikanten Jarkko Nieminen (33) 6:4, 6:4. Brown setzte sich gegen den Österreicher Andreas Haider-Maurer 7:5, 6:2 durch, der Bayreuther Mayer gewann das deutsche Duell mit Lokalmatador Jan-Lennard Struff (Warstein) 6:2, 0:6, 7:6 (7:4).

Wie in der vergangenen Woche auf dem Stuttgarter Rasen gewann Zverev auch bei den Gerry Weber Open sein Auftaktmatch. In der Runde der besten 16 trifft der Weltranglisten-81., der in Wimbledon (ab 29. Juni) seine Grand-Slam-Premiere geben wird, entweder auf den kroatischen Aufschlagriesen Ivo Karlovic oder Santiago Giraldo aus Kolumbien.

Die Vorschusslorbeeren für den weiteren Verlauf seiner Karriere bekam Zverev von keinem Geringeren als Rafael Nadal verliehen. Der Stuttgart-Champion aus Spanien adelte den deutschen Hoffnungsträger in der Bild am Sonntag. "Für mich ist er ein potenzieller Grand-Slam-Sieger. Ich habe ein paar mal mit ihm trainiert. Unfassbar, der Bursche. Sein Potenzial ist so groß", sagte Nadal.

Florian Mayer (31) freute sich derweil über seine gelungene Rückkehr auf Rasen, die vergangene Saison zwischen Halle und Wimbledon hatte der langjährige Davis-Cup-Spieler wegen einer Schambeinentzündung verpasst. "Das war ein sehr, sehr wichtiger Sieg für mein Selbstvertrauen", sagte Mayer, der im April nach 387 Tagen Zwangspause sein Comeback auf der Tour gefeiert hatte.

Mayer trifft im Achtelfinale auf Bernard Tomic (Australien/Nr. 7) oder Steve Johnson (USA). Brown, der im vergangenen Jahr Rafael Nadal in Halle überraschend geschlagen hatte, bekommt es entweder mit dem an Position zwei gesetzten Japaner Kei Nishikori oder Dominic Thiem aus Österreich zu tun.

Erst am Dienstag greift Routinier Tommy Haas (Los Angeles) ins Geschehen ein. Der 37-Jährige, der in der vergangenen Woche nach mehr als einem Jahr Verletzungspause sein Comeback beim Rasenturnier in Stuttgart gefeiert hatte, trifft zum Auftakt auf den Südtiroler Andreas Seppi.

"Für diese Momente, ein deutsches Turnier, die deutschen Fans, die tolle Atmosphäre - habe ich hingearbeitet. Das wollte ich alles noch einmal erleben", sagte Haas. Der frühere Weltranglistenzweite hatte sich im vergangenen Jahr zum vierten Mal an der rechten Schulter operieren lassen müssen. In Stuttgart gewann er seine erste Runde, schied dann jedoch gegen Tomic aus.

Federer schlägt Kohlschreiber

Bei der 23. Auflage der Gerry Weber Open werden in diesem Jahr erstmals 500 Weltranglistenpunkte vergeben. Der Sieger erhält 381.760 Euro Preisgeld. Titelverteidiger ist Rekordsieger Roger Federer (Schweiz/Nr. 1), der das Turnier in Ostwestfalen bereits siebenmal gewonnen hat.

Der Schweizer setzte sich am Montag gegen die deutsche Nummer eins 7:6 (10:8), 3:6, 7:6 (7:5) durch. Federer trifft jetzt auf den Letten Ernests Gulbis oder Sergej Stachowski aus der Ukraine

(sid)
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