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Rätsel um Tennis-Profi
Alexander Zverev muss teure Luxusuhr verstecken

Alexander Zverev muss teure Luxusuhr verstecken
Alexander Zverev versteht nicht, warum er seine Uhr wegstecken muss. FOTO: Screenshot Sky
Paris. Beim Masters-Turnier in Paris ist Tennis-Profi Alexander Zverev schon an der Auftakthürde gescheitert. Während seines Matches gegen den Niederländer Robin Haase kam es zu kuriosen Diskussionen mit dem Schiedsrichter. Von Antje Rehse

Beim Stand von 2:1 im ersten Satz für Zverev ließ Oberschiedsrichter Tom Barnes dem Deutschen über Stuhlschiedsrichter Carlos Bernades mitteilen, dass er seine Armbanduhr verstecken müsse. Die hatte Zverev wie üblich für alle sichtbar auf der Bank platziert.

"Was soll denn das?", fragte Zverev. "Ich mache das seit drei Monaten so und jetzt ist es auf einmal ein Problem?" Der 20-Jährige wollte die Uhr partout nicht wegpacken, ließ sie vorerst auf der Armlehne liegen. "Ich habe einen Vertrag unterzeichnet, in dem steht, dass sie immer sichtbar sein muss, wenn ich spiele", erklärte Zverev. Früher trug er die Uhr während der Matches am Handgelenk, dort scheint sie ihn mittlerweile aber zu stören.

Beim nächsten Seitenwechsel wies der Stuhlschiedsrichter ihn erneut darauf hin, dass die Uhr weg müsse. Zverev packte sie widerwillig in seine Tasche. "Wenn ich jetzt eine Strafe zahlen muss, kann er (Anm. der Red: der Oberschiedsrichter) sie zahlen. Sag ihm das." Danach zog er Bernades im Vorbeigehen am Schnürsenkel, der Brasilianer nahm's mit Humor.

Steckte der Turnier-Sponsor dahinter?

Warum Zverev die Uhr verstecken musste, konnte sich der Deutsche auch nach dem Match im Interview nicht erklären. "Keine Ahnung", sagte er, als er vom Sky-Reporter darauf angesprochen wurde. Möglicherweise steckt der Hauptsponsor des Turniers im Pariser Südosten dahinter - ein bekannter Hersteller von Luxusuhren.

Am Handgelenk hätte Zverev sie aber wohl tragen dürfen. Der Weltranglistenerste Rafael Nadal, der vom selben Uhrenhersteller wie Zverev gesponsert wird, schlug wenig später in seinem Auftaktmatch gegen Hyeon Chung (Südkorea) jedenfalls wie üblich mit der Uhr am rechten Handgelenk auf. Zverevs Gegner Haase erklärte auf Twitter: "Die Regel ist ganz einfach. Man darf damit spielen, aber sie nicht als Werbung dahinlegen."

Dass Zverev wie angedroht eine Strafe seines Sponsors auf den Oberschiedsrichter abwälzen wird, ist indes unwahrscheinlich. Vielmehr dürfte sich der Uhrenhersteller über die Aufmerksamkeit gefreut haben. 

Zverev dürfte derweil andere Sorgen haben. Seine Generalprobe für die ATP World Tour Finals ist ordentlich missglückt. Nach gewonnenem ersten Satz verlor der Weltranglisten-Vierte gegen Haase noch 6:3, 2:6, 2:6. Zverev startete am Mittwoch nach einem Freilos in der ersten Runde zwar gut, verlor im entscheidenden Satz am Ende aber zweimal seinen Aufschlag und ging nach 1:32 Stunden als Verlierer vom Platz.

Zverev war zuletzt beim ATP-Turnier in Wien am Freitag nach Magen-Darm-Problemen im Viertelfinale ausgeschieden. Vom 12. November an spielt er in London beim Saisonfinale der besten Acht.

 
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