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Alexander Zverevs Pudel
Lövik Zverev - der heimliche Star

Tennis: So eng befreundet sind Alexander Zverev und sein Hund Lövik
Tennis: So eng befreundet sind Alexander Zverev und sein Hund Lövik
Trotz seiner Erfolge erntet Tennis-Profi Alexander Zverev nicht nur Sympathie. Deutlich einfacher hat es da sein Hund, der sich als treuer Begleiter einen Namen gemacht hat - auf Turnieren bekommt er sogar seine eigenen Akkreditierungen. Von Tim Specks

Man kennt das: Wenn Sportler Erfolge feiern, bedanken sie sich nach getaner Arbeit gerne artig bei denen, die ihnen wichtig sind. So auch Alexander Zverev. Als der Hamburger Tennis-Profi im Sommer die Citi Open in Washington, D.C. (USA) gewonnen hatte, griff er zum Mikro und wandte sich an die, die seiner Meinung nach zum Titelgewinn beigetragen hatten: Seine Mutter, sein Vater - und sein Hund. "Er ist ein wichtiger Teil in unserem Leben", erklärte Zverev dem begeisterten Publikum.

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Wie wichtig Lövik - so der Name des Zverevschen Pudels - tatsächlich ist, wird schon allein an dessen öffentlicher Präsenz deutlich. Kaum ein Turnier, nicht einmal ein öffentliches Training Zverevs geht mittlerweile vorbei, ohne dass sich die Kameras nicht auch auf den Vierbeiner richten. Bei "Tennis TV", einem Streamingsender, verpasste ihm die Regie sogar eine eigene Bauchbinde. "Lövik Zverev - Familienhund" stand da geschrieben.

Alexander hat es bei den Fans schwer

Der Pudel ist augenscheinlich ausnahmslos beliebt - was sich über sein Herrchen beileibe nicht sagen lässt. Anders als anderen deutschen Profis, die ähnlich erfolgreich sind oder waren, fliegen dem Weltranglisten-Dritten keine ungeteilten Sympathien zu. Das Auftreten des 20-Jährigen wirkt in den Augen vieler Beobachter arrogant. In Deutschland dürfte es ihm vielleicht auch deshalb schwer fallen, an seiner Beliebtheit zu arbeiten, weil er kaum Verbindungen nach dort aufbaut: Wird er auf dem Platz laut, flucht er gerne auf Russisch, der Muttersprache seiner Eltern. Seinen Wohnsitz hat Zverev in Monaco. Und im Sommer dieses Jahres verzichtete er dann auch noch auf einen Start beim ATP-Turnier in Hamburg, um sich auf Turniere im Ausland vorzubereiten - keine guten Voraussetzungen, es in seinem Heimatland zum Publikumsliebling zu bringen.

Zverev verliert gegen Federer in drei Sätzen FOTO: rtr, sw

Bei diesen Problemen erscheint es doch gut, dass Zverev zumindest auf die Hingabe seines Hundes zählen kann. "Lövik kommt jeden Morgen als erstes zu ihm, zu Sascha, und küsst ihn für zehn, fünfzehn Minuten, nonstop", sagte Zverevs Mutter einmal in einem Interview. Alexander selbst erklärte den Pudel selbst sogar bereits zu einer Art Mental-Doktor: "Es ist wundervoll, ihn zu haben. Wenn ich einen schweren Tag hatte, ist er immer noch glücklich, mich zu sehen. Für Tennis-Spieler ist es schwer, Ablenkung zu finden. Lövik hilft mir in dieser Hinsicht und verleiht mir positive Energie", sagte er dem niederländischen "Tennis Magazine".

Wer Zverev und seinen Hund beobachtet, der merkt: An Sätzen wie diesen scheint tatsächlich etwas dran zu sein. Sogar in Trainingspausen sieht man Zverev, wie er seinen Hund in den Arm nimmt - und der sich mit Liebesbeweisen in Form von Küsschen bedankt.

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Lövik bekommt seine eigenen Akkreditierungen

Die Tennisprofi-Hunde-Freundschaft geht sogar so weit, dass Lövik bei Turnieren seine eigenen Akkreditierungen bekommt. So war Zverev vor wenigen Tagen in die ATP-Finals in London eingezogen - da musste natürlich sichergestellt sein, dass sein Hund ihn begleiten kann, und das nicht nur in die britische Hauptstadt, sondern gleich bis auf den Platz. Kurzerhand ließen die Zverevs Lövik für das Turnier akkreditieren. Und siehe da: Auf Twitter tauchte ein Foto auf, dass die Akkreditierung für den tierischen Fans zeigt - mitsamt Foto des Pudels und seinem vollen Namen: "Lövik Zverev".

 
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