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ATP-Saisonfinale in London
Murray schneidet sich selbst die Haare – und verliert

Andy Murray schneidet sich selbst die Haare und verliert
FOTO: Screenshot Youtube
London. Andy Murray hat beim Gruppenspiel gegen Rafael Nadal beim ATP-Saisonfinale für eine kuriose Szene gesorgt. Der Schotte schnitt sich bei einem Seitenwechsel kurzerhand selbst die Haare. Doch am Ende brachte auch das nichts: Murray verlor deutlich 4:6, 1:6 gegen Rafael Nadal, der dadurch ins Halbfinale einzog.

2:1 lag Murray im ersten Satz zurück, als die Seiten gewechselt werden. Ein Balljunge legt Murray ein frisches Handtuch auf den Platz – und eine kleine Schere. Der Weltranglistenzweite greift danach, zieht seine ohnehin schon ziemlich kurzen Haare gerade nach unten und schneidet eine Strähne ab. Murray legt die Haare weg und wiederholt das Ganze noch einmal. Offenbar fühlte sich Murray durch die Haare in seinem Spiel beeinträchtigt. Die Aktion zeigt Wirkung: Erstmals in diesem Match hält Murray nach dem Haarschnitt an sich selbst seinen Aufschlag. Den Satz verliert er am Ende dennoch.

Murray ist nicht der erste Sportler, der sich während eines Wettkampfes die Haare selbst schnitt.Nach zwei Jahren ohne Treffer griff Tom Huddlestone im Dezember 2013 zur Schere, als er beim 6:0-Erfolg von Hull City gegen den FC Fulham endlich wieder traf.

Boxer Paulie Malignaggi fühlte sich in seinem Kampf gegen Lovemore Ndou durch seine Extensions so sehr gestört, dass er seinen Trainer Buddy McGirt fragte, ob er sie abschneiden könne. Gesagt, getan. Malignaggi kämpfte ohe Extensions weiter und gewann den Kampf.

Nadal ließ sich von der kuriosen Szene seines Gegenübers nicht beeinflussen und erreichte das Halbfinale, nachdem am Abend French-Open-Sieger Stan Wawrinka 7:5, 6:2 gegen den Spanier David Ferrer gewann. Zum Auftakt hatte Nadal sich ebenfalls souverän mit 6:3, 6:2 gegen Wawrinka durchgesetzt, Murray hatte gegen den Spanier David Ferrer 6:4, 6:4 gewonnen. Nun spielen Murray und Wawrinka im direkten Duell um den Einzug in die Vorschlussrunde.

Andy Murray waren trotz seines Heimvorteils in London im Vorfeld des Turniers kaum Chancen auf den Titel eingeräumt worden, zwischenzeitlich hatte man sogar mit der Absage des Wimbledonsiegers von 2013 gerechnet.

Murray hatte in den vergangenen beiden Wochen intensiv auf Sand trainiert, um sich auf das Davis-Cup-Finale der Briten am letzten November-Wochenende in Belgien vorzubereiten. Das ATP-Finale findet auf einem Hartplatz statt und bietet damit vollkommen andere Bedingungen als Sand.

(seeg/sid)
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