| 17.35 Uhr

B-WM als Saisonabschluss
Kerber darf in Zhuhai auf Tipps von Steffi Graf hoffen

Alle Weltranglisten-Ersten bei den Damen
Alle Weltranglisten-Ersten bei den Damen FOTO: rtr, rd gma
Zhuhai/Frankfurt. Angelique Kerber hat beim Abschluss-Event in Zhuhai die letzte Chance, doch noch einen Turniersieg zu holen. Vielleicht dient Schirmherrin Steffi Graf als Glücksbringerin. Auch Julia Görges ist in China am Start.

Gut möglich, dass der lang gehegte Wunsch von Boris Becker im chinesischen Touristenort Zhuhai endlich in Erfüllung geht. Angelique Kerber wird ab Dienstag bei der WTA Elite Trophy spielen - und Steffi Graf ist wie schon 2016 die Schirmherrin des Saisonabschluss-Turniers in der Stadt der Blumen. Passt also.

Vielleicht wird Tennis-Ikone Graf die in diesem Jahr strauchelnde Kerber ja zu einem Kaffee einladen und ihr Mut zusprechen - in einem Gespräch zweier ehemaliger Nummer-1-Spielerinnen und Grand-Slam-Champions. "Ich würde mir wünschen, dass Angelique ein paar Sätze mit Steffi wechselt", hatte der dreimalige Wimbledonsieger Becker zuletzt immer wieder gebetsmühlenartig geäußert: "Ich glaube, Steffi würde gerne helfen, ohne dass es jemand mitbekommt."

Dafür wäre Zhuhai genau der richtige Ort. Das mit 2,28 Millionen Dollar dotierte Hartplatzturnier, eine Art B-WM, steht klar im Schatten des WTA-Finals in Singapur, das Caroline Wozniacki (Dänemark) am Sonntag gewann.

Es ist für Kerber (29) die letzte Chance, in ihrer enttäuschend verlaufenen Saison doch noch einen Titel zu holen. "Ich wünsche mir, das Jahr erfolgreich abzuschließen", sagte die Weltranglisten-19. aus Kiel, die 2016 noch im Finale von Singapur gestanden hatte - zum Abschluss einer märchenhaften Saison mit Sternstunden in Melbourne und New York.

Kerber und Graf auf einer Wellenlänge

Die Bürde machte Kerber 2017 zu schaffen, das ist ein Punkt, an dem Graf ansetzen könnte. Die Basis jedenfalls stimmt schon mal. "Angie und Steffi liegen auf einer Wellenlänge und sind sich sympathisch. Sie sind ja beide eher zurückhaltende Typen", sagte jüngst auch Barbara Rittner, Head of Women's Tennis im DTB.

Vor Selbstvertrauen strotzt dagegen Kerbers Fed-Cup-Kollegin Julia Görges. Dank ihres Turniercoups in Moskau vor gut einer Woche hatte sie sich als letzte Spielerin für die WTA Elite Trophy qualifiziert.

Görges musste Urlaub verschieben

"Ich habe nicht wirklich erwartet, hier zu spielen. Aber es ist einfach etwas ganz Spezielles, noch einmal bei einem kleinen Masters zu starten", sagte Görges: "Das zeigt mir, wie gut ich in dieser Saison gespielt habe." Ihren Urlaub in Dubai musste die deutsche Nummer eins allerdings verschieben.

Während Kerber am Dienstag auf Anastasia Pawljutschenkowa (Russland/Nr. 4) trifft, bekommt es Görges mit Magdalena Rybarikova aus der Slowakei (Nr. 10) zu tun. Die Veranstaltung im Hengqin Tennis Center wird in vier Dreiergruppen ausgetragen. Die Siegerinnen der Staffeln erreichen das Halbfinale.

Weitere Gegnerin von Kerber (Nr. 8) ist in der "Gruppe Rose" neben Pawljutschenkowa die an Position neun gesetzte Ashleigh Barty. Die junge Australierin war nach einem Abstecher zum Profi-Cricket erst im Mai 2016 in den Tennis-Zirkus zurückgekehrt.

Görges (Nr. 7) bekommt es in der "Gruppe Azalea" neben Rybarikova noch mit der topgesetzten, aber aktuell formschwachen Französin Kristina Mladenovic zu tun. "Danach geht es ein paar Wochen in den Urlaub", kündigte Görges an: "Und dann versuche ich, mich so gut es geht auf die Saison 2018 vorzubereiten."

(sid)
 
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