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Tennis in Eatsbourne
Kerber kämpft sich ins Achtelfinale – auch Zverev weiter

Die Tennis-Weltrangliste der Damen
Die Tennis-Weltrangliste der Damen FOTO: afp, GB
Eastbourne. Die Weltranglistenerste Angelique Kerber hat ihr erstes offizielles Rasen-Match des Jahres nach anfänglichen Problemen gewonnen. Wegen einer Verletzung hatte sie nach den French Open pausiert.

Die 29 Jahre alte Kielerin setzte sich bei der Wimbledon-Generalprobe im englischen Eastbourne nach einem Auftaktfreilos in Runde zwei gegen die Tschechin Kristyna Pliskova mit 4:6, 6:1, 7:5 durch. Nach 1:33 Stunden verwandelte Kerber ihren ersten Matchball.

"Ich bin froh, dass ich am Ende gewonnen habe", sagte Kerber nach dem Match, "und froh, wieder zurückzusein. Kristyna hat sehr gut serviert. Am Ende habe ich meine Chance gesucht." Ihre nächste Gegnerin ist die Spanierin Lara Arruabarrena. Eigentlich sollte das Match noch am Mittwoch stattfinden, doch erneut machte Regen den Veranstaltern einen Strich durch die Rechnung.

Vor dem Match von Kerber war Qualifikantin Mona Barthel (Neumünster) in der zweiten Runde ausgeschieden. Die 26-Jährige unterlag der an Nummer sieben gesetzten Russin Swetlana Kusnezowa mit 6:4, 5:7, 2:6.

Fotos: Angelique Kerber – die Nummer eins im Damen-Tennis FOTO: ap, JJ PM FF

Eastbourne soll für Angelique Kerber den Neuanfang nach einem bislang durchwachsenen Jahr 2017 markieren. Zu sportlichen Schwächen gesellten sich Probleme mit dem linken Oberschenkel, die sie zuletzt zur Absage für das Turnier in Birmingham zwangen. Dies brachte ihr Kritik ein, da der Rückzug einen Tag nach einer Spaßveranstaltung im westfälischen Halle erfolgte. Dort hatte sie gemeinsam mit dem Österreicher Thomas Muster ein Showmatch bestritten. In der Nacht traten die Beschwerden dann wieder auf.

Seit Monaten läuft die zweimalige Grand-Slam-Gewinnerin ihrer Form von 2016 hinterher. Hinzu kam der öffentliche Druck. "Alle wollen etwas von mir, ich bin immer noch in der Phase, damit umzugehen", sagte Kerber. Auf dem Rasen von Eastbourne will sie für den Rest des Tennis-Jahres die Ampeln wieder auf grün stellen.

Mischa Zverev zeigt sich nervenstark

Bei den Herren hat der an Nummer sechs gesetzte Mischa Zverev das Achtelfinale erreicht. Der 29 Jahre alte Hamburger setzte sich in der ersten Runde der Wimbledon-Generalprobe mit 6:4, 7:6 (11:9) gegen den Amerikaner Ryan Harrison durch.

Stuttgart-Halbfinalist Zverev verwandelte nach 1:28 Stunden seinen zweiten Matchball, nachdem er zuvor im Tiebreak sechs Satzbälle abgewehrt hatte. Sein Gegner in der Runde der letzten 16 ist der Australier Bernard Tomic, auch diese Begegnung findet noch am Mittwoch statt.

Porträt: Mischa Zverev – Spätzünder mit Old-School-Taktik FOTO: rtr, DG/MJB

Zverevs Spiel gegen Harrison, gegen den er das zuvor einzige Duell 2011 verloren hatte, war eigentlich bereits am Dienstag angesetzt. Der Spieltag fiel jedoch dem Regen zum Opfer. Der Weltranglisten-30. Zverev ist in Eastbourne der einzige deutsche Teilnehmer.

Bereits im Viertelfinale steht Novak Djokovic. Der topgesetzte Serbe schaltete Qualifikant Vasek Pospisil aus Kanada mit 6:4, 6:3 aus. Djokovic hat in diesem Jahr seine Strategie geändert. Er erhielt in Eastbourne eine Wildcard. Zuletzt hatte er vor sieben Jahren im Londoner Queen's Club ein Vorbereitungsturnier auf Wimbledon gespielt.

Altmeier erstmals im Viertelfinale

Tennis-Talent Daniel Altmaier (Kempen) hat in Antalya das erste Viertelfinale seiner Karriere auf der ATP-Tour erreicht. Der 18-Jährige bezwang den Türken Marsel Ilhan im Achtelfinale mit 6:3, 3:6, 7:6 (7:5). Nach 2:30 Stunden verwandelte Altmaier seinen dritten Matchball und trifft in der Runde der besten Acht auf den Japaner Yuichi Sugita.

Erst am Vortag war dem Teenager sein erster Einzug ins Achtelfinale eines AT-Turniers gelungen. Altmaier war in dieser Saison zuvor nur beim Sandplatzturnier in Genf ins Hauptfeld eingezogen. Dort scheiterte er in der ersten Runde am US-Amerikaner Sam Querrey.

In Antalya hatte Altmaier als Lucky Loser den Südkoreaner Chung Hyeon, der seine Teilnahme zurückgezogen hatte, ersetzt. Er ist bei dem mit knapp 500.000 Euro dotierten Turnier der einzige Deutsche.

(sid)
 
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