| 14.59 Uhr

Tennis in Peking
Kerber und Petkovic stehen im Achtelfinale

Porträt: Andrea Petkovic: Ulknudel und Kämpferin
Porträt: Andrea Petkovic: Ulknudel und Kämpferin FOTO: afp, dan
Die Fed-Cup-Spielerinnen Angelique Kerber (Kiel) und Andrea Petkovic (Darmstadt) sind mit überzeugenden Siegen ins Achtelfinale von Peking eingezogen.

Die deutsche Nummer eins Kerber (27) benötigte für das 6:1, 6:4 gegen die frühere Australian-Open-Finalistin Dominika Cibulkova (Slowakei) nur 61 Minuten und kommt ihrer Qualifikation für die WTA-WM der besten acht Spielerinnen des Jahres in Singapur (25. Oktober bis 1. November)
immer näher.

Auch die an Position 13 gesetzte Petkovic (28) zeigte beim 6:2, 7:5 gegen die einstige US-Open-Gewinnerin Samantha Stosur (Australien) eine ganz starke Vorstellung und verwandelte sämtliche sechs Breakbälle.

Während die Weltranglistenzehnte Kerber am Mittwoch auf die frühere Nummer eins Caroline Wozniacki (Dänemark/Nr. 8) trifft, bekommt es Petkovic mit der ehemaligen French-Open-Finalistin Sara Errani aus Italien zu tun. Kerber hatte vor zwei Wochen im Viertelfinale von Tokio in drei Sätzen gegen Wozniacki verloren. "Ich werde das tun, was ich heute getan habe, einfach rausgehen und aggressiv spielen", sagte Kerber.

Petkovic hatte 2011 schon einmal im Endspiel von Peking gestanden, dort aber gegen Agnieszka Radwanska verloren. Die Polin hatte am Montag Mona Barthel (Neumünster) in der 2. Runde ausgeschaltet.

Kerber zeigte sich im Duell mit der nur 1,61 Meter großen Cibulkova bestens erholt von ihrer Halbfinal-Niederlage in der vergangenen Woche in Wuhan gegen Garbine Muguruza (Spanien). Im ersten Satz gab die Linkshänderin nur sieben Punkte ab. Zwar ließ sie die Slowakin nach einer 5:1-Führung im zweiten Satz noch einmal auf 5:4 herankommen, danach breakte Kerber die fehlerhafte Cibulkova aber zu Null zum Matchgewinn.

"Ich bin glücklich mit meinem Spiel, sie hat es mir in den letzten Spielen schwer gemacht, daher bin ich froh, das Match in zwei Sätzen gewonnen zu haben", sagte Kerber.

Auch Petkovic präsentiert sich in Peking nach einer schwächeren Phase wieder in starker Form und ließ sich auch von sieben Doppelfehlern nicht beirren. Nach 1:20 Stunden profitierte die Hessin bei ihrem zweiten Matchball auf dem "Moon Court" von einem Volleyfehler der 31-jährigen Stosur. Beide hatten zuvor auf der WTA-Tour noch nie gegeneinander gespielt - lediglich dreimal im Fed Cup. Von diesen Duellen hatte Petkovic zwei gewonnen.

Die Hartplatzveranstaltung im Olympic Park von Peking ist mit insgesamt 4,7 Millionen Dollar dotiert und bildet den Abschluss der Asien-Tour, die für die Profispielerinnen nach den US Open begonnen hatte.

(sid)
 
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