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Tennis
ATP-Spielerrat will sich mit Manipulationsvorwürfen befassen

Berlin. Nach den jüngsten Berichten über angebliche Manipulationen im Tennis wird sich der Spielerrat der Herren-Profiorganisation ATP auf seiner nächsten Sitzung mit dem Thema befassen. Das kündigte Spielerrats-Präsident Eric Butorac in der Digital-Ausgabe der "Süddeutschen Zeitung" am Sonntag an. Es müsse überlegt werden, wie die Anti-Korruptions-Einheit TIU gestärkt und die Spieler erreicht werden könnten, erklärte der 34 Jahre alte Doppelspezialist aus Kanada. "Wenn jemand etwas mitbekommt, was in diese Richtung geht, muss es gemeldet werden", sagte Butorac. "Wir müssen alle die Polizei sein." Nach Meinung von Butorac betrifft Wettbetrug die unteren Ebenen, wo Spieler trotz der Steigerungen beim Preisgeld Wege finden müssten, um Geld zu verdienen oder auf den Einstieg ins Profigeschäft hofften. Manche hätten vielleicht eine größere Akzeptanz diesen Dingen gegenüber. Wer erwischt werde, solle lebenslang gesperrt werden. Es sei schwer, Betrüger zu fassen, betonte Butorac. Man müsse Beweise haben, nur Verdächtigungen reichten nicht aus. Daher seien auch keine Namen in den Medien genannt worden. "Fürs Tennis ist das alles keine gute Presse, aber so groß ist der Fall nicht, wie er dargestellt wird", meinte Butorac. "Aber wenn es hilft, Tennis sauberer zu machen, ist das gut."

 

(dpa)
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